Handball, Relegation zur 2. Frauen-Bundesliga: SV Allensbach – Frankfurter HC 29:28 (14:15). – Die Drittligahandballerinnen des SV Allensbach haben den ehemaligen Deutschen Meister Frankfurter HC mit 29:28 geschlagen und damit den ersten Sieg in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga eingefahren. Trotz des Erfolgs haben die Allensbacherinnen aber den Aufstieg in die 2. Bundesliga verpasst, da sich am Tag darauf der TV Aldekerk trotz einer 25:30-Niederlage gegen den MTV Heide den dritten Platz und damit die Relegationschance sicherte. Heide und Regensburg steigen direkt auf.

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Im Heimspiel zeigte der SVA von Beginn, dass er das Spiel unbedingt gewinnen wollte. Doch auch Frankfurt wollte die Chance auf Relegationsplatz drei wahren. So entwickelte sich in den ersten fünf Minuten ein offener Schlagabtausch zwischen den beiden Teams. Durch einen Doppelschlag von Juniorennationalspielern Kimberly Gisa und der stark aufspielenden Katharina Bok setzten sich die Allensbacherinnen erstmals auf zwei Tore ab. Diesen Vorsprung egalisierten die Gäste in der 15. Spielminute.

Ständig wechselnde Führung

Von da an wechselte die Führung stetig. Die Spielerinnen vom Bodensee besannen sich auf ihre Stärke, das Tempospiel. Frankfurt kam immer wieder aus dem Rückraum über die erstligaerfahrene Monika Odrowska oder über den Kreis zum Erfolg. Kurz vor der Pause erzielte der FHC seinen 15. Treffer zur knappen 15:14-Pausenführung. „Mit einer bessere Chancenauswertung und weniger Fehlern hätten auch wir einen Vorsprung mit in die Halbzeit nehmen können“, bilanzierte der Vorstand des HSA, Andreas Spiegel.

Start in zweite Hälfte verschlafen

Den Start in die zweite Hälfte verschlief das Team von Oliver Lebherz. Über sechs Minuten blieben die Gelb-Blauen ohne eigenen Treffer. Der FHC netzte zweimal ein und setzte sich auf drei Tore ab. Diese Führung hatte bis zur 43. Minute Bestand. Dann bliesen die Gastgeberinnen zur Aufholjagd. Bedingt durch eine Zeitstrafe für die Brandenburgerinnen kamen sie bis auf ein Tor heran. Ein Doppelschlag von Katharina Bok und der litauischen Nationalspielerin Greta Rinkeviciute, die drei ihrer vier Tore in dieser nun entscheidenden Phase erzielte, brachte sogar die Führung. Von da an legten die Allensbacherinnen immer vor und der FHC glich aus.

Die Vorentscheidung

Die Vorentscheidung war dann die Zwei-Tore-Führung, die Julia von Kampen und die erneut beste Torschützin ihrer Farben, Nadja Greinert, erzielten. Nach der letzten Auszeit der Gäste kam Frankfurt nochmals heran, aber Laura Epple zeigte sich nervenstark vom Siebenmeter-Strich und stellte den alten Abstand wieder her. In Unterzahl verteidigte der SV Allensbach in der Schlussphase mit Kampf, Leidenschaft und einer Parade von Torhüterin Joelle Arno die Führung und sicherte sich damit den Heimerfolg.

Andreas Spiegel lobt das Team

„Ich bin sehr stolz auf das Team, das alles gegeben und gezeigt hat, dass wir mit der Teilnahme an der Aufstiegsrunde zurecht unsere Ambitionen unterstrichen haben. Besonders freut es mich auch, dass die jungen Spielerinnen bereits Verantwortung übernehmen und ihre Sache sehr gut machen“, so ein erfreuter Andreas Spiegel nach der Partie, obwohl es für seine Allensbacherinnen trotz allem nicht für den Relegationsplatz gereicht hatte. Nach dem Spiel verabschiedeten die Verantwortlichen und die Mannschaft die beiden Spielerinnen Dovile Ilciukaite und Mia Kernatsch. Der Allensbacher Vorstand Andreas Spiegel bedankte sich bei allen Fans, Sponsoren und Helfern für die Unterstützung in dieser schwierigen Saison. (asp)

SV Allensbach: Arno, Leenen (Tor); Heieck, Mitreiter, Kernatsch, Greinert (7/1), Walz, Bok (6), Gisa (1), Höppe (2), von Kampen (2), Epple (5/2), Rinkeviciute (4), Müller (1), Goudarzi, Ilciukaite (1).