Herr Maier, Sie sind mit zwei Niederlagen in die Oberligasaison gestartet. Wie ist die Stimmung im Team?

Wir wussten vor der Saison nicht genau, wo wir stehen. Dann haben wir daheim denkbar knapp ein gutes Spiel gegen den TSV Heiningen mit 29:31 verloren. Letzte Woche haben wir beim Absteiger TSV Blaustein eine Halbzeit gut mitgehalten und dann sehr deutlich mit 29:40 verloren. Diese beiden Niederlagen bringen uns aber nicht raus oder sorgen für schlechte Stimmung, sondern zeigen, dass wir mithalten können.

Warum läuft es bisher nicht rund?

Mit ein Grund ist der große Umbruch. Wir hatten eine schwere Vorbereitung mit sechs Abgängen und drei neuen Spielern, die integriert werden müssen. Da braucht es eben ein bisschen, bis die Mannschaft sich findet.

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Zudem ist die Oberliga in dieser Saison eine besonders große Herausforderung.

Das kann man auf jeden Fall sagen, die Qualität der Mannschaften ist ähnlich wie in den vergangenen Jahren, wir hatten schon immer einige Drittliga-Absteiger mit dabei. Die Größe der Liga mit 18 Mannschaften und 34 Spieltagen ist aber schon eine andere Hausnummer. Da kommt noch was auf uns zu. Unser Kader ist geschrumpft, was bedeutet, dass diese lange Saison eine Herausforderung wird. Viele Verletzungen dürfen nicht passieren.

Eine lange Saison bedeutet aber, dass der TuS Steißlingen mehr Zeit hat, um nach den Startniederlagen eine Aufholjagd zu starten – wie im Vorjahr.

Wenn man letztes Jahr sieht, dann stimmt das. (lacht) Alle Mannschaften haben das Problem mit der großen Liga. Durch die lange Saison wird in diesem Jahr aber viel mehr gegen Ende entschieden. Es kommt darauf an, wer den längeren Atem hat. Wir haben letztes Jahr, bei unserem Zwischenspurt bewiesen, dass wir es können.

Warum gelingt Ihrem Team erneut der Klassenerhalt?

Weil wir trotz vieler Abgänge im Kern der Mannschaft zusammengeblieben sind. Viele Spieler sind schon etliche Jahre dabei, zudem haben wir uns mit unseren Neuzugängen verstärkt. Mit unserem mannschaftlichen Zusammenhalt und der Unterstützung des Publikums in unserer Halle werden wir es wieder schaffen.

Sollte es nicht klappen, bleiben Sie als Ur-Steißlinger dennoch dem TuS treu?

Das steht außer Frage. Steißlingen bleibt mein Verein, bis ich aufhöre mit dem Handball.