Volleyball, 2. Bundesliga: TSV Mimmenhausen – TSV Grafing 3:0 (25:21, 25:12, 25:15). – Mit einer soliden Leistung hat der TSV Mimmenhausen das Heimspiel gegen Tabellenschlusslicht Grafing glatt und verdient auch in der Deutlichkeit gewonnen. „Wir mussten nicht besonders gut sein“, ordnete Christian Pampel 76 Minuten Volleyball ohne großen Fight ein, in denen Favorit Mimmenhausen sehr wenige Fehler machte, Grafing am Samstag nie die spielerischen Mittel hatte, um die Gastgeber zu einem echten Duell herauszufordern. Die Frage nach dem Sieger dieser Partie kannte vom durchwachsenen Anfang bis zum schnellen Ende nur eine Antwort: TSV Mimmenhausen.

Absprachen im Mimmenhauser Team fruchten

Dass der erste Durchgang enger verlief hat einen konkreten Grund: Christian Pampel hatte den Gegner natürlich im Vorfeld studiert. Der Spielertrainer nimmt keinen Kontrahenten auf die leichte Schulter. Egal, auf welcher Tabellenposition der gerade steht. „Zu Beginn der Partie hatten wir Probleme“, erzählt er, „weil wir die Spieler noch nicht kannten.“ Weil sie teilweise auf anderen Positionen eingesetzt waren als in den Videos, die Pampel studiert hatte, blieb der Satzverlauf lange Zeit eng (6:8, 17:16). Dann aber fruchteten die Absprachen und „wir wurden ein bisschen besser“, lautete das Understatement des Spielertrainers. Nicht ein bisschen, entscheidend. Danach punktete praktisch nur noch eine Mannschaft. Mimmenhausen zog auf 23:18 davon. Der Satz war in trockenen Tüchern. Wenig spektakulär zwar, aber das 25:21 war doch eine klare Ansage an die vielen jungen Spieler des Herausforderers.

Punkten auf allen Positionen

Auch nach dem Wechsel punkteten die Hausherren von allen Positionen. Ob von Außen, über die Diagonale oder die Mitte: Es lief beim TSV Mimmenhausen (8:3), der nach der ersten Technischen Auszeit aber auf Jonas Hoffmann verzichten musste. Der Außenangreifer hat Probleme mit seiner Achillessehne und wurde von Heiko Schlag ersetzt. „Wir wollten kein Risiko eingehen“, begründet Pampel den Wechsel. „Es soll ja nicht noch schlechter werden.“ Apropos schlechter: Auch mit Schlag in der Mannschaft hielt die Crew von Kapitän Lukas Ott, dem „Man of the Match“, ihr Niveau. „Lukas hat die Goldmedaille zurecht verdient“, lobte ihn Pampel. Trotz einiger wackliger Annahmen setzten sich die TSV-Angreifer im steten Fluss durch. Perfekt bedient von Zuspieler Federico Cipollone.

Feiern mit den Fans

Glücklich mit dem klaren Ergebnis nach einem doch enttäuschend deutlichen 0:3 beim Spitzenspiel in Karlsruhe schritten die blau-gelben Volleyballer zu einem heiß geliebten Ritual: Feiern mit den Fans. „Gebt mir ein H“, rief Entertainer“ Bogdan Birkenberg durch die immer noch gut gefüllte Halle. „Gebt mir ein U“, „Gebt mir ein Ausrufezeichen!“ und dann ging die Post ab: „Humba, Humba, Täterä!“ Mit Inbrunst gesungen, tanzte Mimmenhausen den Siegertanz. Beobachtet von enttäuschten und frustrierten Gästen, die ihrem Motto „The Fighting Bayrisch“ viel zu selten hatten gerecht werden können.

TSV Mimmenhausen: Ott, Streibl, Pampel, Hoffmann, Schlag, Birkenberg, Cipollone, Reusch.