2. Volleyball-Bundesliga: GSVE Delitzsch – TSV Mimmenhausen 0:3. – Auf der längsten Heimfahrt der Saison, lange 600 Kilometer durch die Nacht, hatte der TSV Mimmenhausen reichlich Gelegenheit, das 3:0 in Delitzsch zu feiern. Christian Pampel, der seine achte Goldmedaille als „wertvollster Spieler“ erschmetterte, hatte beim 25:20, 25:20 und 25:23 „nie das Gefühl, dass es brenzlig werden könnte“.

Echt starke schöne Bälle

Beide Außen, Lukas Ott und Jonas Hoffmann, hätten „echt starke schöne Bälle mit vielen Variationen“ gespielt.“ Die „halbe Miete“ beim klaren Mimmenhauser Sieg war jedoch, so Pampel, dass es Block und Feldabwehr dieses Mal fast perfekt gelang, die starken Schnellangreifer der Delitzscher in Schach zu halten. „Das haben wir echt gut gemacht“, lobt der Spielertrainer. Allen voran Mittelblocker Julius Schrempp überzeugte in seinem ersten Spiel nach monatelanger Verletzungspause.

Souveräner Satzgewinn

Mimmenhausen legte los wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Nach zwei Punkteserien hintereinander lagen die Gäste deutlich vorn (8:3), und bis zum ersten Satzball änderte sich nur der Abstand zwischen Tabellendrittem und – elften (16:7, 24:18). Sechs Delitzscher Zähler hintereinander ließen zwar den TSV-Vorsprung abschmelzen, am souveränen Satzgewinn änderten die aber überhaupt nichts (25:20).

Nicht aus der Ruhe gebracht

Mimmenhausen machte im zweiten Durchgang da weiter, wo es im ersten aufgehört hatte. Delitzsch konnte sich vom Druck des Favoriten nie befreien und lag permanent deutlich zurück (3:8, 12:16). Der ließ sich auch von einem Zwischenspurt der Sachsen auf der Zielgeraden (18:21) nicht aus der Ruhe bringen. Fünf Satzbälle hatten Pampel & Co. (24:19), nur zwei benötigten sie. Dann war der zweite Durchgang in trockenen Tüchern.

Frühes Dienstende

Bis dahin hatten es die Hausherren in der „Beckerschachtel“ nicht verstanden, den Vorteil der kleinen, dunklen und niedrigen Halle zu ihren Gunsten zu nutzen, hatten nur phasenweise starke Szenen. Mimmenhausen setzte sich erneut ab (8:5, 16:14), hatte aber, je näher das frühe Dienstende winkte, Probleme, den satten Vorsprung über die Zeit zu bringen. Delitzsch gelang der Ausgleich zum 18:18. Das beflügelte die Mannschaft von Trainer Frank Pietzonka. Plötzlich wurde es spannend, denn Delitzsch blieb dran (21:21, 22:22, 23:23). Es hatte aber am Samstag nicht die Power, Mimmenhausen zu stoppen. Auch Satz Nummer drei ging an die Gäste, wenn auch nur knapp mit 25:23.

1. Tempo madig gemacht

„Das war insgesamt ein ruhiger Abend“, fasste Pampel zusammen, „weil Delitzsch sein erstes Tempo nicht wie gewohnt spielen konnte. Wir haben es ihnen madig gemacht.“

TSV Mimmenhausen: Schrempp, Cipollone, Ott, Birkenberg, Pampel (MVP), Hoffmann, Pilihaci.