SV Orsingen-Nenzingen – SV Volkertshausen 7:1 (2:1). – Robin Trisner will Meister werden – als Anlagen-Mechaniker Heizung, Sanitär, Klima. Und mit dem SV Orsingen-Nenzingen, für den er am Wochenende fünf Treffer im Spiel gegen den SV Volkertshausen erzielte.

Robin Trisner drehte gegen Volkertshausen nach der Pause auf und erzielte vier seiner fünf Treffer. Der erste Durchgang habe lediglich Kreisliga-B-Niveau gehabt, denn da „haben wir nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“.
Robin Trisner drehte gegen Volkertshausen nach der Pause auf und erzielte vier seiner fünf Treffer. Der erste Durchgang habe lediglich Kreisliga-B-Niveau gehabt, denn da „haben wir nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“. | Bild: Privat

Fünf Tore in einem Spiel, das wurde doch sicher ausgiebig gefeiert, oder? „Nein, ich hatte den ganzen Tag über leichte Magenprobleme“, erzählt Trisner einen Tag danach am Telefon.

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Aber auch ohne Bauchgrimmen hätte es keine großen Sprüche gegeben. „Robin ist ein ganz bescheidener Typ“, verrät der Spielausschussvorsitzender Alexander Seliger, der sich natürlich für seinen Torjäger freute, wenngleich „es noch nicht einmal sein bestes Spiel war“.

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Das bestätigt auch der 25-Jährige: „Meine Mitspieler haben mir die Bälle super aufgelegt. Und am Ende waren wir einfach fitter als der Gegner, sodass mir noch zwei Treffer in der Schlussphase gelangen.“ Neun Tore in drei Spielen hat er nun schon erzielt, was natürlich die klare Führung in der Torjägerliste der Kreisliga A, Staffel 2, bedeutet. Würde er in diesem Stil weiter treffen, stünden am Saisonende sagenhafte 84 Tore in der Statistik, was natürlich reine Utopie ist.

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„Ich denke da von Spiel zu Spiel, eine gewisse Anzahl an Toren habe ich mir nicht vorgenommen“, so Trisner, der schon als Kind für den SV Orsingen-Nenzingen spielte und lediglich ein Jahr mal bei einem anderen Club verbrachte, ehe es ihn 2014 wieder zu seinem Heimatverein zurückzog. Warum? „Weil wir hier einen unglaublichen Zusammenhalt haben“, erklärt Trisner, was den SV Orsingen-Nenzingen auszeichnet.

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In der abgebrochenen Corona-Saison stand der Club am Ende auf Rang zwei. Relegationsspiele gab es nicht, entsprechend wurde der anvisierte Aufstieg verpasst. In dieser Saison soll es nun klappen, wenngleich Trisner in Tabellenführer SG Buchheim-Altheim-Thalheim/Kreenheinstetten-Leibertingen, dem FC Bodman-Ludwigshafen, der FSG Zizenhausen-Hindelwangen-Hoppetenzell und der SG Aach-Eigeltingen/Heudorf-Honstetten starke Konkurrenten vermutet, „aber nach gerade einmal drei absolvierten Spieltagen ist das alles noch schwer zu beurteilen“.

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Eindeutig fällt das Urteil über Trisners stärkste Eigenschaft auf dem Platz aus: „Er gibt immer alles. Robin gibt nie auf, der legt auch noch in der letzten Spielminute einen Sprint über hundert Meter hin wenn es sein muss“, so Seliger, der in Trisner auch eine Führungsfigur im jungen Kader des SV Orsingen-Nenzingen sieht. „Fast alle unsere Spieler sind im Verein groß geworden, allein dieses Jahr konnten wir wieder fünf, sechs A-Jugendspieler in die Mannschaft integriert.

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Mit diesem Team soll nun der Aufstieg in die Bezirksliga gelingen. Und noch mehr. „Ich würde gerne mit dem SV Orsingen-Nenzingen einmal in der Landesliga spielen“, sagt Trisner. „Das wird natürlich schwer, aber man darf ja mal nach den Sternen greifen.“

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Vorher gilt es Meister zu werden – beruflich und als Fußballer.

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Tore: 1:0 (9.) Robin Trisner, 1:1 (21.) Jan-Niklas Schüller, 2:1 (33./ET) Daniel Siirak, 3:1 (50.) Robin Trisner, 4:1 (52.) Robin Trisner, 5:1 (87./ET) Daniel Siirak, 6:1 (88.) Robin Trisner, 7:1 (90.) Robin Trisner. – Schiedsrichter: Jonas Gumz (1. FC Rielasingen-Arlen). – Z: 110.