Kunstradsport: Die Mannschaft des Bund Deutscher Radfahrer für die Hallenrad-WM in der Stuttgarter Porsche-Arena (29. bis 31. Oktober) bekommt langsam ein Gesicht. Bei der fünften und sechsten WM-Qualifikation im Rahmen des German-Masters-Finale in der Schwabenlandhalle von Nufringen konnte ein Großteil der Mannschaft bereits vorzeitig die WM-Tickets lösen. Nur im 1er der Männer und im 1er der Frauen fällt die Entscheidung um das zweite WM-Ticket erst an der Hallenrad-DM in Moers (8./9. Oktober). Noch drei Qualifikationen sind im 4er Kunstrad zu fahren (2. Oktober in Weißenbrunn und DM).

In Nufringen gab es einige Überraschungen, denn nur Weltmeister Lukas Kohl (Kirchehrenbach) konnte auch das letzte German Masters (GM) und somit alle sechs Durchgänge für sich entscheiden. Im 4er gewann das Quartett des VfH Worms beide WM-Ausscheidungen vor Steinhöring und Aach mit Sabrina Bürßner, Alina Bötzer, Franziska Bötzer und Carina Paukstadt.

Das Wormer Quartett war mit 218,99 und 204,94 Punkten am stärksten bei diesem Wettkampf um das WM-Ticket. Dahinter folgte jeweils der RSV Steinhöring mit 198,12 Punkten beziehungsweise 197,28 vor dem RMSV Aach (Bürßner, A. Bötzer, F. Bötzer, Pauckstadt), die 186,17 und 196,78 Punkte auf die Fläche brachten. Der Wunsch, ohne Absteiger durchzufahren, ging im ersten Umlauf nicht in Erfüllung. Beim Innenstern gab es einen Absteiger mit den dazugehörigen Prozentabwertungen sowie einige Abzüge aufgrund der nicht immer perfekten Armstreckung. Im Finale lief es dann ohne Patzer, doch die strenge Wertung führte bei allen Mannschaften zu größeren Abzügen. „Die Punktzahlen lagen in der letzten Durchfahrt näher beieinander“, so Aachs Trainerin Katja Gaißer. „Solch eine strenge Wertung wie beim Finale in Nufringen hätten wir uns auch schon bei den ersten beiden Qualifikationen in Schwanewede gewünscht. Alle Mannschaften sind in etwa auf gleichem Niveau und die Tagesform entscheidet. Wir hoffen, dass wir uns bei den nächsten beiden Qualifikationen nochmals steigern können. Es hat sich gezeigt, dass wir an den favorisierten Teams wie Worms und an denen, die mehr Punkte als wir aufgestellt haben, nahe dran sind, sofern Kampfgericht, Tagesform und das dazugehörige Glück passen.“

Jetzt heißt es für die Aacherinnen fleißig weitertrainieren, denn bereits am Samstag stehen die Qualifikationen Nummer fünf und sechs in Weißenbrunn (Franken) sowie die Hallenrad-DM in zwei Wochen in Moers an. (ws)