Fußball, SBFV-Pokalhalbfinale: VfR Stockach – 1. FC Rielasingen-Arlen 0:4 (0:2). – „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“: Was aus der Gästekabine zehn Minuten nach dem Abpfiff im Stockacher Osterholz ertönte, war musikalisch keine Offenbarung. Und auch der Text passte nicht so ganz. Nein, nicht Berlin, sondern Freiburg ist die nächste Etappe der Rielasinger Fußballer auf dem Weg zum südbadischen Pokalsieg.

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Mehr Ortskenntnis hatten die Rielasinger in den 90 Minuten zuvor auf dem Feld bewiesen. Das Stockacher Tor war von Anfang an das anvisierte Ziel des Oberligisten, der beim Sieg gegen den tapfer kämpfenden Landesligisten zwar noch nicht den großen Glanz ausstrahlen konnte, seine Pflichtaufgabe aber dennoch souverän meisterte und viermal den Ball zu seinem Bestimmungsort führen konnte.

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Christian Mauersberger, der in Stockach sein vorletztes Spiel für den 1. FC Rielasingen-Arlen vor seinem Wechsel zur SGV Freiberg absolvierte, brachte es auf den Punkt: „Das war ein anstrengendes Spiel. Ich denke aber, wir haben es von Minute eins an bis zur letzten Minute seriös zu Ende gespielt.“

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Sein souverän verwandelter Handelfmeter (40.) war der Türöffner zum Finale im Schwarzwaldstadion, wo am 22. August der Oberliga-Konkurrent SV Oberachern wartet. Spätestens nach dem Doppelpack von Christoph Matt (45. und 56. Minute) war das Ticket nach Freiburg endgültig gelöst. Das 4:0 von Pascal Rasmus zwölf Minuten vor Schluss sorgte dann für einen standesgemäßen Sieg des Favoriten.

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Auch der Rielasinger Trainer Michael Schilling war trotz des „nervösen Beginns“ seiner Mannschaft zufrieden. „Wir wussten, dass die Stockacher physisch sehr stark sind. Nach 15 Minuten kamen wir aber ins Spiel und konnten dann genug Druck aufbauen. Wir freuen uns jetzt auf das Finale, das wir dieses Jahr gewinnen wollen.“

Wenig Enttäuschung beim VfR

Trotz der klaren Niederlage hielt sich die Trauer im Stockacher Lager in Grenzen. „Der Sieg für die Rielasinger geht in der Höhe absolut in Ordnung. Trotzdem bin ich nicht enttäuscht. Wir sind zufrieden, wie wir die ersten 35 Minuten gespielt haben“, bilanzierte der Stockacher Trainer Daniel Wieser nach 90 schweißtreibenden Minuten bei großer Hitze. Nicht nur des Klassenunterschiedes wegen war seine Mannschaft krasser Außenseiter in dieser Partie gewesen. Der Landesligist hatte zudem die beiden etatmäßigen Innenverteidiger Emin Tule und Robert Ullrich ersetzen müssen. Dazu kam der Corona-Fall im näheren Umfeld eines VfR-Schlüsselspielers (Name der Redaktion bekannt), der in die Quarantäne verbannt worden war, statt seiner Mannschaft auf dem Feld helfen zu können.

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An erfolgreichere Zeiten im Pokal anknüpfen können die Stockacher aber bereits am Mittwoch. In der ersten Runde des SBFV-Pokals 2020/21 ist die SG Dettingen-Dingelsdorf zu Gast im Osterholz, während sich die Rielasinger wieder auf die Reise begeben müssen: Bad Dürrheim, Bad Dürrheim, sie fahren nach Bad Dürrheim. Klingt als Lied zwar bestimmt nicht gut. Aber wenigstens stimmt der Text.

VfR Stockach: Schreng (Tor); Milia (58. Kramer), Jäger, Arfaoui (45. Freitag), Schafhäutle, Arndt, Henkel (89. Softic), Ziaja, M. Schafhäutle, Emir (73. Celik), Ari. – 1. FC Rielasingen-Arlen: Klose (Tor); Spindler, Almeida, Kunze, Serpa (73. Schmidtke), Niedermann (58. Rasmus), Wehrle, Colic, Mauersberger, Matt (76. Bienger), Wellhäuser (58. Tomizawa). – Tore: 0:1 (40./HE) Mauersberger, 0:2 (45.) Matt, 0:3 (56.) Matt, 0:4 (76.) Rasmus. – SR: Bartschat (Müllheim). – Z: 320.

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