Handball, Oberliga: HSG Konstanz U23 – SG H2Ku Herrenberg 27:27 (14:9). – 56 Minuten lang lag die Drittliga-Reserve gegen eine arg dezimierte Mannschaft aus Herrenberg im Oberliga-Topspiel in Front. Teilweise mit bis zu sechs Toren. Doch wie vor einer Woche der Knoten bei den Gelb-Blauen plötzlich platzte, so drehte sich die sehr umkämpfte Partie gegen die Schwaben erneut binnen Minuten. Dieses Mal schlug das Pendel jedoch in die andere Seite aus: Herrenberg hatte plötzlich das Momentum auf seiner Seite. 24:21 stand es zu diesem Zeitpunkt für die Konstanzer, die aber schon zuvor nicht an den guten Auftritt vor Wochenfrist hatten anknüpfen können. Mit der ersten Hälfte war Trainer Benjamin Schweda einigermaßen zufrieden, die Probleme der Gastgeber im starken Eins-gegen-Eins der SG traten jedoch schon hier zutage. Lukas Herrmann war mit acht Paraden vor der Pause zu verdanken, dass die Defizite noch recht gut kompensiert werden konnten. Der Schlussmann leitete so das schnelle Konterspiel über die gut aufgelegten Außen Leandro Lioi und Gianluca Herbel ein. „Mit der Führung waren wir zufrieden“, erklärte Schweda, „aber wir haben in der Halbzeit schon angesprochen, dass wir in der Abwehr aggressiver sein müssen.“

Besser wurde es jedoch auch nach dem Seitenwechsel nicht. Entweder kam Herrenberg zu Durchbrüchen oder aber es gab einen von satten zwölf Siebenmetern für die Gäste, die mit nur zehn Spielern aufliefen. Alleine Valentin Mosdzien und Urs Bonhage markierten 19 Treffer. Für die Energieleistung gab es anerkennendes Lob von Schweda: „Herrenberg hat geduldig gespeilt und uns immer wieder extreme Probleme bereitet.“ Lange konnte man dies über die Offensive kompensieren – bis die SG mit einem 3:0-Lauf zum ersten Mal zum Ausgleich kann. Maximilian Bröhl stellte das Ergebnis mit der 27:26-Führung 31 Sekunden vor Schluss schließlich auf den Kopf. Mit dem siebten Feldspieler wurde anschliepßend im letzten Angriff noch einmal eine Überzahl kreiert und von Jonas Hadlich Gianluca Herbel in Position gebracht. Dieser vollendete nervenstark zum 27:27-Endstand. Für den HSG-Coach das gerechte Ergebnis. „Mit der Leistung“, gestand er, „hatten wir den Sieg nicht verdient. Allerdings wären zwei Punkte für Herrenberg auch zu viel des Guten gewesen.“ (joa)

HSG Konstanz II: Herrmann, Gemeinhardt (1) (beide Tor); Mittendorf, Michelberger (4), Böhlefeld (1), Mack (1), Stotten (3), Fehrenbach (1), Herbel (8/3), Merz (3), Eich, Knipp (2), Koester, Lioi (4), Hadlich, Czako.

Niederlage in Schutterwald

TuS Schutterwald – TuS Steißlingen 31:27 (13:14). – Steißlingens Trainer Dominik Garcia musste auf die Verletzten Manuel Wangler, Patrick Euchner und Maurice Wildöer verzichten, dafür waren Kreisläufer Daniel Weber und Torhüter Tim Bammel aus der zweiten Mannschaft mit von der Partie. Die Blau-Weißen erwischten einen starken Start. Die Defensive stand im Vergleich zur Vorwoche deutlich besser und mit viel Dampf ging es in den Gegenstoß. So war der TuS Schutterwald beim Stand von 2:5 (8. Minute) gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Danach kamen die Gastgeber besser in die Partie und glichen knapp zehn Minuten vor Ende des ersten Durchganges zum 8:8 aus. Bis zur Halbzeit schenkten sich die beiden Mannschaften nichts mehr: 14:13 für die Steißlinger.

TuS-Trainer Garcia war sehr zufrieden mit der bis dahin gezeigten Leistung. Auch in der zweiten Halbzeit konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Nach wie vor stellte der TuS eine solide Defensive, allerdings hatte man Mühe, sich gegen die körperlich robuste 6:0-Abwehr der Gastgeber durchzusetzen. Bis zum 21:20 (46.) hielt der TuS gut mit, ehe man sich mit technischen Fehlern das Leben selbst schwer machte. Dies nutzte Schutterwald aus: 24:21. Die routinierte Schutterwälder Mannschaft ließ danach nichts mehr anbrennen. Steißlingen wartet nach der 27:31-Niederlage weiterhin auf die ersten Zähler. „Das war heute mit Sicherheit unsere beste Leistung dieser Saison. Leider machen wir in der entscheidenden Phase wieder zu viele technische Fehler“, so Garcia. Am kommenden Samstag geht es gegen den TSV Birkenau. (mw)

TuS Steißlingen: Walter, Seeger, Bammel (Tor); Biedermann (3), Storz (2), Hipp (2), Lindner, Faeser (3), Ströhle, F. Wangler (9/4), Maier (3), Klotz (3), Weber (3), Glock (1), Müller