Die Höri-Runde – eine abwechslungsreiche Runde, bei der für jeden etwas dabei ist: Ein Panoramablick auf den See, eine Trailpassage für die Läufer, die gerne auch mal offroad laufen, mehrere Trinkbrunnen für die heißen Tage und ein Streckenteil ganz nah am Wasser.

Video: Florian Röser

Die 14,3 Kilometer lange Runde mit 215 Höhenmetern startet und endet am Spielplatz im Neubaugebiet an der Mühlestraße in Moos. Man startet Ort auswärts in Richtung Bankholzen, wobei die ersten 1,8km am Waldrand entlang und über Felder führen. Dann geht es links.

Der Streckenverlauf der Höri-Runde.
Der Streckenverlauf der Höri-Runde. | Bild: Florian Röser

Die bei Kilometer 2,1 folgende Kreuzung muss geradeaus überlaufen werden. Über die Sommermonate gibt es hier auch schon den ersten Brunnen, aus dem getrunken werden kann. Über die Winterzeit ist dieser leider versiegelt. Es werden aber noch weitere Brunnen auf der Runde folgen.

Der große Vorteil dieser doch recht langen Strecke ist also, dass auch an wirklich heißen Tagen keine Trinkflasche mitgeschleppt werden muss und man trotzdem nicht völlig dehydriert am Ziel ankommt.

400 Meter nach der Kreuzung in Bankholzen geht es dann leicht rechts auf die Bettnanger Straße in Richtung Bettnang. Dort erreicht man nach ungefähr 3,6 Kilometern den nächsten Brunnen, der ganzjährig im Betrieb ist.

Der Trinkbrunnen in Bettnang spendet auch im Winter Wasser.
Der Trinkbrunnen in Bettnang spendet auch im Winter Wasser. | Bild: Florian Röser

In der Folge muss man sich einfach auf dem Radweg in Richtung Weiler halten. Nach ca. 4,3 Kilometern erreicht man dort die Hauptstraße und biegt dann rechts ab.

Nach kurzer Zeit auf dem Gehweg neben der Straße kann man direkt auf den Fahrradweg wechseln, der Richtung Gaienhofen führt. Auf diesem bleibt man für die nächsten 1,7 Kilometer. Dann muss die Straße überquert werden und man wechselt vom Fahrradweg auf eine sehr unbefahrene Straße, die nach Horn führt. Es folgt ein kurzer, aber knackiger Anstieg und nach 700 Metern könnte man links abbiegen, um direkt wieder bergab nach Gundholzen zu laufen.

Langstreckenläufer Florian Röser auf einer seiner Lieblingsstrecken, der Höri-Runde.
Langstreckenläufer Florian Röser auf einer seiner Lieblingsstrecken, der Höri-Runde. | Bild: Florian Röser

Allerdings bietet es sich hier an einen kleinen Umweg von lediglich einem Kilometer auf sich zu nehmen und einen Abstecher zum Wasserturm von Horn zu machen. Dazu bleibt man einfach für weitere 400 Meter auf der Straße und biegt dann links ab. Vom Wasserturm aus hat man einen eindrucksvollen Blick auf Radolfzell, über den ganzen Untersee, bis nach Konstanz.

Schöne Aussicht: Der Blick vom Wasserturm auf Radolfzell.
Schöne Aussicht: Der Blick vom Wasserturm auf Radolfzell. | Bild: Florian Röser

Zudem gibt es dort eine öffentliche Grillstelle, an der sich an schönen Corona-freien Tagen sicherlich einige schöne Stunden verbringen lassen.

Wenn man sich dann sattgesehen hat oder es einen bei den derzeitigen Temperaturen fröstelt, dann geht es die letzten 400 Meter einfach wieder zurück, um dann rechts abzubiegen. Es folgt bezogen auf den Untergrund der schönste Teil der Strecke – eine 300 Meter lange Trailpassage bergab – mitten durch ein kurzes Waldstück.

Tipps

Nur Achtung: etwas Vorsicht walten lassen, da das Laub im Moment viele Wurzeln und kleine Löcher im Boden verdeckt. Nach dem Verlassen der Waldpassage geht es links. Dann folgt man dem Weg bis man die Bushaltestelle „Möösle“ auf der Landstraße erreicht.

Langstreckenläufer Florian Röser auf einer seiner Lieblingsstrecken, der Höri-Runde.
Langstreckenläufer Florian Röser auf einer seiner Lieblingsstrecken, der Höri-Runde. | Bild: Florian Röser

Man überquert die Straße und läuft weiter, bis man bei ungefähr Kilometer 9 wieder links auf den ausgezeichneten Fahrradweg in Richtung Iznang abbiegt. Nach 1800 Metern geht es dann in Iznang rechts in Richtung See. Entlang der dortigen Uferpromenade ist man dann für kurze Zeit sprichwörtlich nur einen Steinwurf vom Wasser entfernt.

Strandbad für eine Abkühlung nutzen

Dann geht es nach einer links/rechts Kombination wieder zurück auf den Fahrradweg in Richtung Moos. Bei Kilometer 12,5 passiert man das Strandbad in Moos. Hier empfiehlt sich vielleicht im Sommer eine kurze Abkühlung.

Jetzt gerade geht es doch eher schnell daran vorbei. Nach weiteren 800 Metern geht es dann in Moos links auf die Dorfstraße. Man überquert die Radolfzeller Straße und biegt ein auf die Bohlinger Straße, die man nach ca. 200 Metern linker Hand auf die Mühlestraße verlässt. Hier geht es dann für 400 Meter geradeaus und man kommt so wieder am Ausgangspunkt an.

Steigerungsläufe wirken „Schlappschritt“ entgegen

Die Mühlestraße eignet sich als unbefahrene, aber gut geteerte Straße nach dem langen Lauf sehr gut für sogenannte Steigerungsläufe. Dazu läuft man locker an und erhöht dann für die nächsten 100 Meter stetig sein Tempo bis man am Ende bei 80-90 Prozent seiner maximalen Geschwindigkeit herauskommt. Man bremst dann nicht abrupt ab, sondern läuft noch einmal für weitere 30 Meter locker aus.

Das Ganze sollte zwischen 3-5 Mal wiederholt werden. Die Steigerungsläufe werden gemacht, weil ein langer Dauerlauf dazu führt, dass sich die Beinmuskulatur etwas verkürzt und man dadurch in einen unökonomischen „Schlappschritt“ verfällt. Genau dieser ungewollten Anpassung kann man dadurch entgegenwirken und man verbessert gleichzeitig auch noch seine Koordination.