Turnen, 1. Bundesliga: Durch den überraschenden Sieg gegen den großen Favoriten SC Cottbus am vierten Wettkampftag der vergangenen Saison hat der StTV Singen den Klassenerhalt geschafft und darf erneut in der 1. Bundesliga an die Geräte gehen. Wir stellen die Singener Turner, ihre Gegner und den Liga-Modus vor.

  • Das ist der Wettkampfmodus: Corona bedingt wurden internationale Wettkämpfe, wie zum Beispiel die Europameisterschaften und die Olympia-Qualifikationen im Frühjahr abgesagt und neu terminiert. Diese finden nun im Dezember statt. Die Deutsche Turnliga musste sich diesen Gegebenheiten anpassen und für die Saison 2020 einen neuen Modus finden. In der Saison 2020 turnen die acht Bundesliga-Teams in zwei Gruppen. Der StTV Singen wurde die in die Gruppe B eingeteilt. Jedes Team bestreitet drei Gruppen-Wettkämpfe. Die beiden Erstplatzierten turnen am 21. November über Kreuz um den Einzug ins Finale, das am 5. Dezember in Ludwigsburg ausgetragen wird. Die Dritt- und Viertplatzierten der beiden Gruppen kämpfen direkt gegeneinander um die Plätze fünf bis acht. Absteiger wird es in der Saison 2020 nicht geben, da einige Mannschaften aufgrund der Corona-Beschränkungen erst spät ins Training einsteigen konnten.
  • Das sind die Singener Gegner: Zum Auftakt am 3. Oktober, 17 Uhr, ist die TG Saar zu Gast in der Singener Münchriedhalle. Die TG ist Topfavorit in der Gruppe B und hat mit dem deutschen Spitzenturner Lukas Dauser und dem Ukrainer Oleg Verniaiev Ausnahmekönner in ihren Reihen. Im zweiten Heimwettkampf am 10. Oktober, 17 Uhr, empfangen die Singener den TuS Vinnhorst. Topstar des Turnteams aus Hannover ist der Spanier Rayderley Zapata. Ob dieser angesichts der Corona-Situation in Spanien eingesetzt werden kann, ist allerdings fraglich, sodass die Stärke des Teams schwer einzuschätzen ist. „Gegen die TG Saar sind wir krasser Außenseiter. Gegen Vinnhorst müssen wir dann alles auf Sieg setzen“, sagt der Singener Trainer Axel Leitenmair. Im letzten Gruppenwettkampf müssen Leitenmairs Turner am 17. Oktober beim TV Wetzgau antreten. „Das ist ein hoch motiviertes Team mit starken deutschen Turnern und Top-Ausländern wie Bart Deurloo und Artur Dalaloyan“, meint der StTV-Coach. Der Russe Dalaloyan kann aber wohl aufgrund von Corona-Beschränkungen nicht eingesetzt werden.
  • Das sind die Singener Turner: Bereits in der vergangenen Saison hat der rumänische Weltklasse-Turner Daniel Popescu die Singener Fans begeistert. Neu ist Julian Weller. Der 20-jährige kommt ursprünglich vom MTV Stuttgart und turnte im vergangenen Jahr in der 2. Liga für den TV Schiltach. Neu besetzt ist in dieser Saison auch die Ausländerposition. Da ein Einsatz der Russen Nikita Ignatiev und Ivan Stretovich Corona bedingt fraglich ist, verstärken die beiden Schweizer Spitzenturner Benjamin Gischard und Marco Pfyl das StTV-Team. Den Kern der Mannschaft bilden Christian Dehm, Dominik Grandl, Philipp und Tim Leitenmair, Matthias Mayer, Luca Pollin und Rainer und Volker Wiechert. Ringe- und Sprungspezialist Antonio Huber wird 2020 aufgrund einer Knie-Operation nicht an die Geräte gehen können.
  • So sehen die Corona-Maßnahmen in der Münchriedhalle aus: Die Zahl der Besucher in der Münchriedhalle muss aufgrund der Pandemie stark begrenzt werden. Maximal 250 Zuschauer sind bei den beiden Wettkämpfen der Singener Turner zugelassen. Karten für die Heimwettkämpfe werden online vergeben, eventuell gibt es aber noch einzelne Restkarten an der Abendkasse. In der gesamten Halle herrscht Maskenpflicht bis zum Erreichen des Sitzplatzes. Besucher aus einem gemeinsamen Haushalt dürfen nebeneinander sitzen, ansonsten müssen links und rechts neben jedem Zuschauer drei Sitzplätze frei bleiben.
  • Livestream im Internet: Auf der Internet-Plattform www.sportdeutschland.tv wird der Wettkampf des StTV Singen gegen die TG Saar am 3. Oktober ab 17 Uhr live übertragen.

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