Fußball-Verbandsliga: SC Pfullendorf – SV Bühlertal 2:1 (2:1). – Es kostete den SC Pfullendorf reichlich Mühe, bis die drei Punkte im Verfolgerderby eingetütet waren. Trainer Adnan Sijaric wirkte erleichtert, dass die Partie ein gutes Ende fand. Er lobte die Sekundärtugenden seiner Truppe: „Ein Riesenkompliment. Nach der überharten Gelb-Roten Karte für Robin Rauser war für uns nur noch Verteidigen, Kampf und Disziplin angesagt.“

Furioser Start mit zwei Toren

Furios ging es gleich los. Der Bühlertaler Jonas Schneider spielte einen halbherzigen Rückpass, Samuel Peter schnappte sich den Ball und passte scharf in den Strafraum. Dort riss Bühlertals Kapitän Marcel Heller den SCP-Angreifer Silvio Battaglia um, der Gefoulte vollstreckte souverän vom Elfmeterpunkt.

Wie gewonnen, so zerronnen

Doch wie gewonnen, so zerronnen: Keine drei Minuten später vermochte Sportclub-Schlussmann Sebastian Willibald einen flatternden Freistoß von Maximilian Weiß aus 25 Metern nur abzuklatschen – Nico Westermann staubte zum Ausgleich ab (7. Minute). Danach verpufften die Pfullendorfer Offensivaktionen oftmals im Nichts, während die Gäste zu durchdachteren Gegenstößen kamen, bei denen Philip Keller zwei Möglichkeiten ausließ.

Zimmermann macht das 2:1

So resultierte die neuerliche Pfullendorfer Führung aus einer überraschenden Freistoßvorlage von Luka Simunovic, die der völlig blank stehende Stefan Zimmermann am langen Pfosten zum 2:1 ummünzte. Das Zeugnis der zweiten Hälfte fällt eher durchwachsen aus. Bühlertal spielte der Platzverweis von Robin Rauser in die Karten. Die Gäste drückten in Überzahl auf das SCP-Tor, büßten aber durch ihre dreifache Auswechslung (55.) an Schwung ein. Pfullendorfs Hintermannschaft verrichtete solide Arbeit und ließ bis auf einen Freistoß, den Willibald reflexartig entschärfte (62.) keine zwingenden Möglichkeiten des Gegners mehr zu.

Konterschläge verhaspelt

Zum Haareausraufen war aber auch, wie sich die Linzgauer, angetrieben von ihrem Dauerläufer Heiko Behr, bei ihren Konterschlägen verhaspelten. Battaglia ließ zwei gute Möglichkeiten aus, den Nachschuss von Jan Konrad klärte Niclas Metzinger auf der Torlinie (68.). Insbesondere aber mochte Samuel Peter in seiner Verkrampfung nichts mehr gelingen. Seine dickste Torchance jagte er in der 88. Minute in Richtung Tennisheim. So blieb es spannend bis zum Abpfiff.

SC Pfullendorf: Willibald – Neumaier, Rauser, Broniszewski, Zimmermann – Konrad, Simunovic – Waldraff, Behr (74. Gruler), Peter (89. Fritz) – Battaglia (91. Bekjiri). – Tore: 1:0 (4./FE) Battaglia, 1:1 (7.) Westermann, 2:1 (35.) Zimmermann. – SR: Dosch (Aldingen). – Z: 180. – Bes. Vork.: Gelb-Rot (43.) Rauser (Foulspiel).