Handball, 3. Liga: HSG Konstanz – HBW Balingen-W. II 33:26 (17:11). – Grundlage für den elften Sieg im elften Spiel war eine gute erste Halbzeit. Die zweite zählt sicher nicht zu den besten der Konstanzer in dieser bislang so starken Saison. Doch bis auf drei Momente, als die Erstliga-Reserve aus Balingen nach dem 25:23 noch zwei weitere Mal auf zwei Tore verkürzte, brannte nicht mehr viel an.

Einige Ausfälle bei der HSG

Kitzlig war es dennoch noch einmal, als die Partie nach der Pause etwas dahingeplätschert war. Eine schwierige Situation, zumal mit Peter Schramm der erfahrenste Kopf fehlte. Der Rückraum-Shooter hat sich eine Teil-Ruptur des hinteren Kreuzbandes in Fürstenfeldbruck zugezogen und wird wohl zwei bis vier Monate ausfallen. Ebenso nicht zur Verfügung standen Samuel Wendel, Joschua Braun, Christos Erfifopoulos, Carlos Marquis und Moritz Ebert.

Lützelberger beeindruckt von seinen Spielern

Wie die Mannschaft diese Ausfälle und brenzlige Situation löste, setzte Jörg Lützelberger ein Lächeln ins Gesicht. Der HSG-Trainer fand, gefragt nach den Highlights der ersten elf Spiele, schöne Worte. „Jede persönliche Zielstellung setzen die Jungs hoch an“, erklärte er, „aber immer unter der Teamzielstellung. Das sind ganz feine Jungs. Das ist eigentlich das Highlight. Es macht mir einfach Spaß, mit ihnen zu arbeiten.“

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Diese Worte sind sinnbildlich für das, was sich auch am Freitagabend auf der Platte abspielte. Nach zehn Minuten ging die HSG mit 7:4 in Front und hatte in ihrer sehr beweglichen 3:2:1-Deckung die Waffe, die den Gästen von der Schwäbischen Alb erhebliche Probleme bereitete. Jannes Timm traf fast auf den Punkt mit Ablauf der Uhr zum 17:11.

Beckmann stark in Form

Richtig gut drauf war auch der Ex-Balinger Fynn Beckmann, der zur frühen Acht-Tore-Führung vollendete (21:13). Gleiches gilt für David Knezevic. „Es ging hoch und runter in beide Richtungen“, fasste der HSG-Coach treffend zusammen.

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Und, mit Blick auf die letzten Wochen, aber auch das Spiel gegen Balingen: „Sie reagieren. Immer wenn ich gesagt habe es geht mehr, bekomme ich eine Antwort und es geht mehr. Das ist wirklich eine formidable Mannschaft, die Andre Melchert zusammengestellt hat.“

Viele kleine Erfolgsgeschichten

Der 36-Jährige hatte aufgrund der vielen personellen Veränderungen mit Erfolg bewusst auf viel neuen Input verzichtet. Unzählige Highlights gab es für ihn in der Hinrunde. Spielerisch zählte die zweite Hälfte dieses Mal nicht dazu, kämpferisch und mit ihren vielen kleinen Erfolgsgeschichten wohl doch.

HSG Konstanz: Wolf, Grabenstein (beide Tor); Stotz, Czako (5), Hild (5), Mauch (1), Herbel, Knipp (2), Beckmann (6), Bornhauser (1), Timm (1), Ingenpaß (2), Köder (5/2), Knezevic (5). – Z: 800.