Volleyball, 2. Bundesliga: TSV Mimmenhausen – FT Freiburg (Samstag, 20 Uhr, BZ-Arena, Salem). – Mit gemischten Gefühlen schaut Christian Pampel auf den Rückrundenbeginn. Dabei hätte der Spielertrainer des Tabellendritten allen Grund dazu, sich auf die Fortsetzung der erfolgreichen Saison zu freuen. „Trotz der nicht immer optimalen Umstände haben wir es geschafft“, blickt er zurück auf die Zeit bis zur Weihnachtspause, „mit 27 Punkten aus 13 Partien unseren angestrebten Schnitt von 1,5 Zählern pro Spiel zu übertreffen.“ Neun teils souveränen Siegen stehen nur vier Niederlagen gegenüber. „Dass wir nicht immer erfolgreich waren“, sagt Pampel, „ist schon okay.“ Trotz der stolzen Zwischenbilanz aber waren am Ende er und seine Crew „froh über die Winterpause“.

Zerstückeltes Training

Dafür hatten sie sich für die Tage „zwischen den Jahren“ einiges vorgenommen. Den Kopf freibekommen nach den vielen fordernden Wochen, extra lang sollte die Zeit ohne den Volleyball erst einmal sein, dem kleinen Kader Zeit zum Auskurieren der Wehwechen ermöglichen. Um dann, nach den Feiertagen, wieder richtig Gas zu geben. Daraus ist nichts geworden. Omikron hat ein gerüttelt Maß Schuld daran. Mannschaftstraining, erzählt ein gefrusteter Pampel, sei nicht möglich gewesen. Nur „zerstückelt“, in individuellen Einheiten und Zweierteams. „Wenn es bis zum Samstag optimal weiterlaufe“, verdeutlicht der Mimmenhauser Spielertrainer ironisch die wenig prickelnde Situation, „dann werden wir vor dem Südbadenderby genau einmal mit der gesamten Mannschaft trainiert haben.“

Freiburg wohl stärker geworden

Trotz alledem: „Wir wollen gut aus den Startlöchern kommen“, lässt Pampel keinen Zweifel daran aufkommen, auch gegen ein im Vergleich zum Saisonauftakt verändertes und wohl stärker gewordenes Freiburg zu punkten. Er kennt die Breisgauer genau, aus vielen heißen und hitzigen Duellen in der Vergangenheit. „Nur Malachi Murch muss ich mir auf Videos noch anschauen.“ Sollte er. Der neue Mann hat eingeschlagen beim Tabellensechsten. Auf der Außenbahn und vertretungsweise auf der Diagonalen hat der australische Nationalspieler mit der Nummer 3 auf dem Rücken, in Dänemark und Finnland gehörte er zu den Besten der dortigen Ligen, dreimal den MVP-Award eingeheimst. Und natürlich wird Pampel genau beobachten, wie der 27-Jährige mit Spitznamen „Känguru“ von Sebastian Dinges, dem neuen Zuspieler, eingesetzt wird. Der ehemalige Mainzer kam zu Saisonbeginn und hat sich zu einer erfolgreichen Stütze im FT-Spiel entwickelt (dreimal MVP-Gold).

Trotzdem freut sich Christian Pampel auf das Derby

Es ist also alles angerichtet für ein erneut spannendes Duell (für die Zuschauer in der BZ-Arena gelten 2-G-plus-Regeln laut Homepage). Trotz einer „keine Begeisterungsstürme“ auslösenden Vorbereitung aber freut sich Christian Pampel auf den Schlagabtausch. „Ich spiele nun mal lieber gegen gute Mannschaften“, sagt er, und hofft darauf, dass die Partie gegen Freiburg – trotz aller nervenden Unwägbarkeiten – der Auftakt zu einer Rückrunde wird, in der „wir genauso sauber abschneiden“.