Handball-Oberliga: HSG Konstanz II – TV Bittenfeld (Samstag, 20 Uhr, Schänzlehalle). – Nach 7:1 Punkten gibt es bei der HSG Konstanz II nur eines: riesengroße Vorfreude auf das Topspiel am Samstag in eigener Schänzlehalle. Im Duell mit der Erstliga-Reserve des TVB Stuttgart messen sich die punktgleichen Topteams der Oberliga.

Eine bemerkenswerte Entwicklung hat die HSG-Mannschaft in den letzten Wochen unter Trainer Benjamin Schweda genommen. Dieser hatte mit erst 27 Jahren aufgrund einer schweren Knieverletzung seine Karriere frühzeitig beenden müssen. Nun schickt sich der langjährige Leistungsträger und Anführer der Perspektivmannschaft an, diese von der Bank aus zu dirigieren. „Es war wichtig, dass wir so gut gestartet sind“, gibt er zu bedenken.

Die Stimmung sei prächtig und das dadurch gewonnene Selbstvertrauen, die Leichtigkeit groß. Im direkten Duell um Platz eins der Oberliga gibt es somit keinerlei Druck, nur große Vorfreude und Motivation. Gegner TVB Stuttgart wird auf dem weiteren Weg der HSG-Talente die bisher größte Herausforderung sein, soviel ist klar. „Wir werden vor eine große Aufgabe gestellt“, blickt Schweda voraus. „Deshalb waren die sieben Punkte umso wichtiger. Aus diesen Spielen nimmt man am meisten mit. Ich gehe von kampfbetontem, guten Handball aus.“

Es könnte ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben. Bislang marschieren beide Mannschaften fast punkt- und torgleich durch die Liga. 123 Treffer erzielten beide Teams, drei weniger als die Württemberger kassierte die HSG. Als „sehr schweren Gegner“ stuft der junge HSG-Coach die TVB-Reserve daher ein. Doch die Konstanzer möchten mit ihren eigenen Stärken punkten: vor allem die Ausgeglichenheit und Breite des Kaders. In Fellbach stachen die Distanzschützen Luca Merz und Lars Michelberger heraus, davor vor allem die Außen Gianluca Herbel und Felix Fehrenbach. Und Mittelmann Jonas Hadlich nach seinem Comeback. Schweda: „Er kennt unser Spielsystem und bringt viel Erfahrung rein. Jonas geht als Motivator voran und fordert das von allen ein.“ Damit reißt er seine Mitspieler immer wieder erfolgreich mit. Von Woche zu Woche wird die Mannschaft stärker, ist aber zugleich nicht frei von vor allem für junge Teams üblichen Leistungsschwankungen.

Nun also das, laut Trainer Benjamin Schweda, „absolute Topspiel“ gegen seinen sehr dynamischen Kontrahenten, der eine interessante Mischung aus sehr erfahrenen Kräften und jungen Talenten aufbieten kann. Ein hartes Stück arbeitet prognostiziert der Konstanzer Übungsleiter seinen Schützlingen. Die aggressiv, sehr offensiv verteidigende 6:0-Deckung der Gäste muss erst einmal geknackt werden. Kompakt stehen, Zweikämpfe gewinnen lautet daher die Marschrichtung. Vor allem aber: lernen, kämpfen und genießen.