Fußball-Oberliga: 1. FC Rielasingen-Arlen – SGV Freiberg 1:1 (0:1). – Mit einer mutigen und herzerfrischenden Leistung holte die Talwiesen-Elf gegen den großen Titelfavoriten einen Punkt, und nachdem Spiel durfte die Frage gestellt werden, ob vielleicht noch mehr möglich gewesen wäre.

Rassige und hochklassige Begegnung

Die Zuschauer sahen vor allem in den ersten 45 Minuten eine rassige und hochklassige Begegnung, bei der die Gastgeber von Anfang an versuchten, mit schnellen Gegenstößen bei den Gästen Nadelstiche zu setzen. Schon nach zwei Minuten der erste Aufreger, als sich Gian-Luca Wellhäuser im Strafraum durchsetzte, sein Heber in die Mitte aber keinen Abnehmer fand.

Gäste machen auch Dampf

Aber auch die Gäste machten Dampf, spielten schnell und technisch stark. Eine erste gefährliche Flanke entschärfte Pascal Rasmus per Kopf zur Ecke. Nach zehn Minuten ein starker Steilpass von Gian-Luca Wellhäuser auf Nico Kunze, der alleine auf das Freiberger Tor laufen konnte, aber letztlich an Torhüter Sven Burkhardt scheiterte.

Hohe Intensität in den Zweikämpfen

Das Spiel hatte in dieser Phase keinen Durchhänger, hohe Intensität in den Zweikämpfen und ein Kopfball von Dominik Salz aus zehn Metern über das Tor. Aber weiter zeigten sich auch die Gastgeber mit ihren schnellen Gegenstößen. Nach 18 Minuten wieder ein starker Steilpass von Gian-Luca Wellhäuser, diesmal auf Albert Malaj, der allerdings gut zwei Meter am langen Pfosten vorbeischoss.

Kalte Dusche für die Talwiesen-Elf

Nach 20 Minuten Freistoß für die Gäste aus gut 20 Metern, Volkan Celiktas hämmerte den Ball an den Pfosten. In der 29. Minute dann Verwirrung in der Freiberger Abwehr, am Ende kam Nico Kunze aus kurzer Distanz zum Abschluss und scheiterte wieder am überragenden Sven Burkhart. Praktisch im Gegenzug die kalte Dusche für die Talwiesen-Elf. Eine starke Flanke auf den langen Pfosten wurde weder von Rot (Rielasingen) noch von Blau (Freiberg) geklärt bzw. verwertet und Dennis Klose rettete in höchster Not vor dem Einschlag. Doch seine Abwehr fiel Marco Grüttner vor die Füße, der aus kurzer Distanz einschieben konnte. Dies war durchaus ein Wirkungstreffer für die Heimmannschaft, die bis zur Pause vom Rückstand beeindruckt wirkte, allerdings die Defensivarbeit gegen starke Gäste weiterhin gut verrichtete.

Verhaltener Beginn nach dem Wechsel

Nach dem Wechsel begann das Spiel wesentlich verhaltener. Erst nach einer guten Stunde wurde es vor beiden Toren wieder gefährlich. Zunächst scheiterte Gian-Luca Wellhäuser mit einem Flachschuss an Sven Burkhardt (63.) und auf der Gegenseite senkte sich eine Flanke von Marco Grüttner an die Latte.

Bertsch trifft nur die Latte

Mehr und mehr setzte sich der Eindruck durch, dass die Gäste das 1:0 verwalten wollten. Sie wurde zusehends passiver. Die Gastgeber nahmen weiter ihr Herz in die Hand. In der 76. Minute landete ein Distanzschuss von Tobias Bertsch an der Latte, der Abpraller bei Albert Malaj, der auch am starken Sven Burkhardt scheiterte.

Albert Malaj trifft zum 1:1

Aber in der 80. Minute kam der verdiente Lohn für die Talwiesen-Elf. Ein Heber in die Spitze von Tobias Bertsch, Albert Malaj erlief sich den Ball, schloss ab, wieder schien Sven Burkhardt abzuwehren, aber diesmal kullerte der Ball zum verdienten Ausgleich ins Netz. Freiberg zog in den Schlussminuten noch einmal an, mehr als ein Abschluss von Flamur Berisha, den Dennis Klose abwehren konnte, kam dabei nicht mehr heraus, weil die Talwiesen-Elf sich leidenschaftlich in die Zweikämpfe warf.

Trainer Schilling mit der Mannschaft zufrieden

Auch Michael Schilling war mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden, lobte die mannschaftliche Geschlossenheit seiner sehr jungen Elf, die immer sehr viel investieren müsse, um in der Oberliga zu punkten. Dies sei keine Selbstverständlichkeit, sondern jedes Spiel sollte wie ein Festtag angesehen werden. (te)

1. FC Rielasingen-Arlen: Klose, Bertsch, Rasmus, Almeida, Kunze (86. Adrovic), Serpa, Malaj, Schmidtke, Tost, Wellhäuser (90. Wehrle), Sagmeister (54. Tomizawa). – Tore: 0:1 (30.) Grüttner, 1:1 (80.) Malaj. – SR: Rösch (Bad Wurzach).