2. Volleyball-Bundesliga: TSV Mimmenhausen – TSV Grafing 1:3. – Mimmenhausen hat die Meisterschaftsfrage nicht noch einmal spannend machen können. Am Karsamstag unterlag die Mannschaft dem Tabellenführer. Nichts wurde aus dem Wunsch von Christian Pampel, als einziges Team Grafing in der Saison zweimal zu besiegen.

Mimmenhausen wehrte sich auf Augenhöhe

Der TSV setzte sich gegen einen Gastgeber durch, der sich mit allem, was er hatte, wehrte, auf Augenhöhe mit dem zukünftigen Meister. „Natürlich gewinne ich lieber“, kommentierte der Spielertrainer das 25:16, 22:25, 24:26 und 19:25 gefasst. „Aber wir haben ein gutes Spiel gemacht, das Grafing verdient gewann.“ Dass sein Team das Spielglück der Hinrunde ein wenig verlassen hat, sieht Pampel gelassen. „Die Sätze zwei und drei waren so eng, da machen ein, zwei Punkte den Unterschied.“

Unglaublich starker erster Satz

Was Mimmenhausen zu leisten im Stande ist, wenn es konzentriert und im Kopf frei Volleyball spielt, zeigte der ersten Satz. Unglaublich, wie sicher die Gastgeber aufschlugen, in der Annahme sattelfest waren, wie Zuspieler Michael Diwersy präzise passte, der Block auf Ballhöhe und die Angreifer, vor allem Pampel (13 Punkte und MVP), jede, auch die noch so geringe Möglichkeit nutzten. Nur konsequent: Mimmenhausen dominierte (8:7, 16:11, 24:14) bis zum überraschend klaren 25:16.

Punkten geht jetzt nicht mehr so leicht

Dass sich das Grafing nicht noch einmal bieten lassen würde, war so klar wie die Wahrscheinlichkeit eher gering, dass Mimmenhausen noch einmal solch eine brillante Vorstellung heraushauen kann. Der Spitzenreiter hatte sich gut auf Pampel & Co. eingestellt: Punkten ging ihnen nun nicht mehr so leicht von der Hand. Und das enorme Risiko im Aufschlag zahlte sich für Mimmenhausen in dem spannenden Duell, das es nicht hätte verlieren müssen, nicht mehr in dem Maße aus.

Dennoch 24:26 verloren

Hin und her, auf und ab ging es auch im dritten Satz. „Wir haben gezeigt“, sagt Außenangreifer Lukas Ott, „dass wir gute Leistung abliefern können.“ Mimmenhausen blieb bis zum Schluss dran am Spitzenreiter, musste den Durchgang ein wenig unglücklich 24:26 abgeben.

Position vier ein wenig vergessen

Bis zum 10:10 im vierten Satz hielt Mimmenhausen dagegen. Dann lief nichts mehr wie am Schnürchen (10:15) beim Gastgeber. Der Tabellenvierte, nun mit zwei Liberos (Pilihaci in der Annahme, Schlag für die Abwehr), brachte sein Side out nicht mehr durch – und blieb zu oft (zum Beispiel nach Pampels spektakulärer Fußabwehr) zweiter Sieger. Vielleicht hatte Diwersy zu sehr den stets zuverlässigen Pampel (“aber jetzt waren ein paar Bälle dabei, mit denen ich Pech hatte“) im Zuspielvisier, der Kapitän es nicht mehr geschafft, regelmäßiger auch auf die Position vier zuzuspielen. „Das funktionierte in den ersten Sätzen, kippte im vierten dann ins Negative. Das müssen wir in Zukunft besser machen“, monierte der Spierlertrainer. Grafing habe sich unter Druck gesteigert und „drehte die Partie“, gratulierte Pampel.

TSV Mimmenhausen: Birkenberg, M. Diwersy (Waldinger), Ott, Streibl, Pampel, Hoffmann, Pilihaci, Schlag.