2. Volleyball-Bundesliga: FT 1844 Freiburg – TSV Mimmenhausen 3:0. – Mit einem derart deutlichen Resultat hatten die Kommentatoren des Livestreams nicht gerechnet. Fanden kaum Worte für das, was sie da gerade eben erlebt hatten. Überrascht von einer groß aufspielenden Freiburger Mannschaft, die auch in der Klarheit (25:22, 26:24, 25:19) verdient gewonnen hatte. Und deshalb Mimmenhausen, der Favorit, ohne echte Siegchance war, verschlug ihnen kurz ein wenig die Sprache. Trotzdem war Christian Pampel „zwar nicht glücklich mit dem 0:3, aber generell auch nicht unzufrieden“ mit dem Spiel seiner Mannschaft. „Wir haben nicht viele doofe Fehler gemacht.“

Freiburger wehrt alles ab

Mimmenhausen habe, bis auf die Schlussphase im dritten Satz, alles versucht, sagt der Spielertrainer. Aber „Freiburg hat unglaublich gut abgewehrt. Mit einer konstanten Leistung wie jener gegen uns stünde Freiburg nicht auf Rang neun“, konstatiert Pampel.

Pampel erwischt nicht seinen besten Tag

Dabei spielte den Gastgebern in die Karten, dass der 42-jährige Diagonalangreifer nicht seinen besten Tag erwischt hatte. „Dabei war der Block nicht einmal so sehr das Problem“, erinnert sich. „Ich kann ja an ihm vorbei schlagen oder ihn anschlagen.“ Primär habe die unglaubliche Abwehrstärke der Freiburger zu dieser klaren Niederlage geführt. „Habe ich den Block überwunden, dann war sie da“, stellt Pampel nüchtern fest.

Lukas Ott Mann des Matches

Wenn aber ihr bester Angreifer ausfällt, fehlt im TSV-Team einer, der dessen dominierende Rolle übernehmen kann. Einzig Lukas Alexander Ott, der „Mann des Matches“ auf Mimmenhauser Seite, war über die drei Sätze hinweg ein belebendes Element. „Otti hat das gut gemacht“, lobt Pampel.

Punkte für Mimmenhausen extrem schwer

Weil aber die „Affenbande“, wie sich die Freiburger gerne selber nennen, einen Mimmenhauser Angriff nach dem anderen vom Boden kratzten („selbst die Mittelblocker haben stark abgewehrt“), den Gästen das Punkten extrem schwer machten, verzweifelten die ein wenig. Und so gingen im ersten Satz von Beginn an die Zähler weg wie warme Semmeln (7:8, 13:16, 20:21, 22:25). Im zweiten Satz schien es, als habe sich das blau-gelbe Team gefangen. Mimmenhausen führte mal, lag zurück, blieb aber dran (6:8, 14:16, 19:19), und hatte die erste Chance auf den Satzball. Aber weder Pampel, oder Jonas Hoffmann noch Ott gelang das 24:22. Freiburg glich aus (23:23) und sorgte mit dem 26:24 für Satzgewinn Nummer 2.

Für Pampel kommt Waldinger

Weil Pampel seiner Mannschaft an jenem Abend nicht hatte helfen können, zog er die Reißleine: Benedikt Waldinger kam fürf ihn. Zur Wende reichte es nicht. Nicht einmal zu einem Satzgewinn. Dabei stellte sich Mimmenhausen im dritten Durchgang erst einmal besser an als zuvor. Ließ sich vom permanenten Rückstand nicht aus der Ruhe bringen (6:8, 15:16). Zu mehr als dem 16:16 sollte es dann aber doch nicht reichen. Mit ein wenig Glück setzte sich Freiburg erneut ab (22:19) – und machten den Sack in einem einseitigen Derby zu.

TSV Mimmenhausen: Birkenberg (Hammer), M. Diwersy, Ott (MVP), Streibl, Pampel (Waldinger), Hoffmann, Schlag (Libero).