2. Volleyball-Bundesliga: TSV Mimmenhausen – TSV Mühldorf 2:3 (23:25, 25:18, 19:25, 25:18, 13:15). – Der Auftakt in die Zweitligasaison ist dem TSV Mimmenhausen – trotz der knappen Niederlage – schon gelungen. Spielertrainer Christian Pampel jedenfalls war nach der teilweise noch durchwachsenen Vorstellung seiner Mannschaft alles andere als geknickt. „Klar ist es nicht schön, ein Spiel zu verlieren“, fasste er zwei Stunden und 19 Minuten Berg-und-Tal-Volleyball zusammen. „Aber unter den Voraussetzungen, mit denen wir in die Saison gestartet sind, kann ich mit dem 2:3 zufrieden sein.“

Noch nicht alles reibungslos und perfekt

Dass beim TSV Mimmenhausen, der ja in Teilen neu aufgestellt ist, im ersten Spiel unter Wettkampfbedingungen noch nicht alles reibungslos und perfekt klappen kann, war schließlich zu erwarten. „Die Abstimmung hat noch nicht immer zu 100 Prozent gepasst“, erläutert Pampel, „das hat man gesehen.“ Und Mühldorf genutzt. Da müsse in der Mannschaft noch „angepasst, geschärft und verfeinert“ werden. Nicht wirklich überraschend komme diese Erkenntnis für ihn nach der „doch eher schlechten Vorbereitung“ auf die Saison. Pampel hatte ja ferienbedingt bis zuletzt nie den kompletten Kader, der sowieso schon Lücken aufweist, bei den Trainingseinheiten zusammen.

Neue Mittelblocker präsentieren sich ordentlich

Trotzdem gab es auch – zum ersten Mal nach sehr langer Zeit wieder mit Fans in der BZ-Arena – Abläufe, die den erfahrenen Spieler und Trainer positiv stimmen. Die neuen Mittelblocker im Team, Tim Knaus und Pascal Zippel, hatten sich am Samstag ganz ordentlich präsentiert. „Das haben sie gut gemacht, das hat mir gut gefallen.“

Christian Pampel positiv gestimmt

Positiv stimmt Pampel auf der einen Seite auch, dass die Mimmenhausener Annahme mit dem neuen Libero Johann Reusch die harten Aufschläge des TSV Mühldorf im Laufe der Partie immer besser in den Griff bekommen hat. Allerdings sieht er in dieser Spielphase auch den letztlich entscheidenden Unterschied zwischen den beiden Kontrahenten.

Mühldorf riskiert viel mit Service

„Mühldorf hat hopp oder top gespielt, mit seinem Service viel riskiert“, analysiert er. Wenn dann Brandstetter & Co. die Bälle trafen, und das taten sie häufig, dann war der Druck auf Mimmenhausen manchmal zu hoch. „Wir auf der anderen Seite waren da nicht so gut. Das hat den Ausschlag zugunsten der Gäste gegeben.“ Hatten aber die Bayern aus der Stadt am Inn ihr Visier nicht richtig eingestellt, schossen sie die Bälle „teilweise weiß wohin“, dann wechselten Momentum und Erfolg wieder mehr auf die Seite des TSV Mimmenhausen.

Hin und Her im Spielverlauf

Entsprechend der Spielverlauf: Dem knappen 23:25, der Auftaktsatz hätte auch zugunsten der Gastgeber ausgehen können, folgten ein überzeugendes 25:18 und das ernüchternde 19:25 gleich hinterher. Der TSV Mimmenhausen aber gab nie auf, bekämpfte seine kleinen Unzulänglichkeiten und den Gegner, schmetterte sich mit einem erneut souveränen 25:18 zurück in die Partie, führte im Tiebreak 12:10 und musste dann doch am Ende den Gästen zum Sieg gratulieren.

Ott & Co wissen, wo sie stehen

„Ein paar gute Aufschläge und gute Abwehraktionen sorgten für die Punkte“, so Pampel. Und dafür, dass der neue Kapitän Lukas Alexander Ott und seine Crew „jetzt wissen, wo wir stehen“.

TSV Mimmenhausen: Ott, Knaus (ab vierten Satz Birkenberg), Pampel, Hoffmann, Zippel, Cipollone.