Volleyball, 2. Bundesliga: TSV Mimmenhausen – Volley YoungStars Friedrichshafen 3:0 (25:18, 26:24, 25:19). – TSV Mimmenhausen – TGM Mainz-Gonsenheim 3:0 (25:22, 25:12, 25:10). – Sechs Punkte hat ein überzeugend auftretender TSV Mimmenhausen eingefahren und sich auf Platz eins der Tabelle geschmettert. „Damit habe ich nie gerechnet. Ich wäre auch mit weniger zufrieden gewesen“, freute sich Spielertrainer Christian Pampel. Als MVP im YoungStars-Spiel wurde Federico Cipollone ausgezeichnet. Pampel erhielt Gold gegen Mainz.

Kein höchst umkämpftes Seederby

Am Freitag entschied Mimmenhausen das eigentlich stets höchst umkämpfte Seederby überraschend deutlich für sich. „Ich bin unterm Strich mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden“, lobte Pampel, verheimlichte aber nicht, dass „die YoungStars dem TSV den Sieg teilweise schenkten“.

YoungStars können das besser

Und ginge es Adrian Pfleghar nicht in erster Linie darum, seine Spieler auszubilden (Siege sind keine Pflicht, dennoch sehr willkommen), der Trainer des Bundesstützpunktes wäre nach dem etwas mehr als 80-minütigen Fehlerfestival alles andere als amused gewesen. So aber lautete sein nüchternes Fazit: „Das können wir besser!“

Viel zu viele Eigenfehler

In der Tat hat der hoffnungsvolle Erstliganachwuchs diese Saison schon „wesentlich bessere Spiele abgeliefert“, weiß Christian Pampel. Aber die jungen Burschen „schafften es nur in kurzen Phasen“ (Pfleghar), ihre eklatante Fehlerquote zu minimieren. Gelang ihnen dies, dann, so gibt der neue Kapitän des TSV Mimmenhausen, Lukas Alexander Ott („eine tolle Sache und eine große Ehre“), gerne zu, „haben sie uns teilweise mit ihrem sehr guten Aufschlag überrumpelt“.

Mimmenhausen nur im zweiten Satz gefordert

Insgesamt gesehen aber mussten „wir nicht besonders viel machen“, sagt Pampel. Außer im zweiten Satz. Da zeigten die Nachwuchsvolleyballer, was in ihnen steckt. Ihre Float-Aufschläge knapp übers Netz waren schwer zu nehmen. Nicht überraschend deshalb ihr starker Beginn (5:1), den sie bis ins Finale fortsetzten. Dass aber dieser Satz, „der eigentlich uns gehört hätte“ (Pfleghar), doch noch an Mimmenhausen ging, lag daran, dass die Gastgeber „gut in Block und Feldabwehr“ (Ott) gearbeitet hatten, und nur „zwei Bälle von uns nicht gut waren“ (Pampel). Das 24:26, eine herbe Pille für die YoungStars, die ob der Enttäuschung im dritten Abschnitt sehr angeknockt wirkten.

Mainz sportlich wenig überzeugend

Als sportlich wenig überzeugend entpuppte sich am Samstag Mainz-Gonsenheim. Der Tabellenvorletzte fand nie zu einer adäquaten Form. Eine, die einem höchst solide spielenden Mimmenhausen, das „sehr wenig Fehler machte“ (Pampel), auch nur annähernd gerecht hätte werden können. Nicht verwunderlich deshalb der einseitige Spielverlauf. Zu groß waren die spielerischen und taktischen Unterschiede zwischen den beiden Kontrahenten. Nur bis zur Mitte des zweiten Durchgangs hatten die Gäste einigermaßen mitgehalten. Wohlwollend betrachtet. Aber eigentlich hatte Mainz kein Bein aufs Parkett in der BZ-Arena gebracht.

TSV Mimmenhausen: Ott, Knaus, Birkenberg, Pampel (MVP), Hoffmann, Zippel (Streibl), Cipollone (MVP), Reusch.