Volleyball, 2. Bundesliga: FT 1844 Freiburg – TSV Mimmenhausen (Samstag, 20 Uhr, Sporthalle FT 1844 Freiburg). – Die Saison nun einfach so auslaufen lassen, vier Spieltage vor dem Ende, daraus wird nichts beim TSV Mimmenhausen. Christian Pampel hat das jedenfalls nicht so geplant. Trotz oder gerade wegen der komfortablen Lage der blau-gelben Volleyballer.

Trotzdem kein gemütliches Ausklingen

Der Meisterzug ist ohne sie abgefahren, mit dem Abstieg hat der kleine Verein am Bodensee von Anfang an nichts zu schaffen gehabt. Trotzdem, gemütliches Ausklingen einer sehr erfolgreichen Saison – was sie auch ohne Punkte in Freiburg bliebe –, das ist nicht nach dem Geschmack des Spielertrainers. Und es gibt aus seiner Sicht gute Gründe dafür, sich bis zum letzten Ballwechsel hoch konzentriert und engagiert in die letzten Duelle zu stürzen.

Ein viel nahe liegender Grund

„Was wir jetzt noch an Technik und Taktik unter Wettkampfbedingungen üben können“, erklärt Pampel seinen Arbeitsdrang, das lohne sich zwar für die Spieler wohl kurzfristig nicht mehr wirklich, dafür „umso mehr für die neue Saison. Wir alle wollen ja immer noch besser werden.“ Taktik, Technik, nächste Saison – alles gut und schön. Aber für die TSV-Volleyballer gibt es einen viel nahe liegenderen Grund, sich am Samstag noch einmal ganz besonders ins Zeug zu legen: die selbsternannte „Affenbande“ aus Freiburg.

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Stets umkämpfte Derbys

Gegen kaum eine Mannschaft in Südbaden hat der TSV Mimmenhausen häufiger gespielt, kaum ein Derby war umkämpfter. „Spiele gegen Freiburg verliefen selten ohne Spannung“, weiß Pampel nur zu gut, dass auch der Fight am Samstag „ganz heiß“ werden wird. Obwohl es, um im Bild zu bleiben, eigentlich nur noch um die „goldene“ Kokosnuss geht. Nicht nur Freiburg will gegen diesen Gegner „gut aussehen“, entsprechend temperamentvoll wird es am Netz zugehen.

Freiburg mit enormer Angriffspower

„Dass sich bei Freiburg nicht viel verändert hat“, wie der Mimmenhauser Diagonalangreifer bemerkte, macht die Angelegenheit eher schwieriger als leichter. Die Breisgauer haben – so ist das gemeint – ihre enorme Angriffspower über die Saison gehalten. Mimmenhausen wäre gut beraten, schon mit seinen Aufschlägen für gebremste FT-Angreifer wie etwa den Polen Mateusz Lysikowski zu sorgen. „Sie sind sehr schnell auf den Außen“, weiß Pampel nicht erst seit dem teilweise sehr umkämpften 3:0 im Hinspiel. „Das kann dann gefährlich werden, wenn sie ihre Annahme halten.“ Je mehr Risiko sie gehen müssen, desto größer die Fehleranfälligkeit. Das gilt auch für den TSV-Aufschlag. „Man wird sehen, ob wir noch einmal eine Leistung im Service wie gegen Grafing bringen können.“

Gewinnen macht immer Spaß!

Gelingt die, dann wird das erwartete Überleben im Freiburger „Dschungel“ sehr wahrscheinlich und der TSV Mimmenhausen darf den 20. Sieg im 25. Saisonspiel feiern. Und nichts motiviert einen Sportler doch mehr: „Gewinnen macht auch am Ende der Saison immer noch großen Spaß!“