Volleyball, 2. Bundesliga: Baden Volleys SSC Karlsruhe – TSV Mimmenhausen 3:0 (28:26, 25:19, 25:21). – Karlsruhe und Leipzig haben Mimmenhausen aus den Meisterschaftsträumen gerissen. „Karlsruhe war in den Kernelementen besser“, fand TSV-Spielertrainer Christian Pampel klare Worte. „Wir hatten teilweise nur Oberliganiveau.“ Im zweiten Spiel weniger als 24 Stunden später zeigte sich der TSV total von der Rolle beim 0:3 gegen Leipzig.

Das Heft in die Hand genommen

Tabellenführer Karlsruhe nahm von Beginn an das Heft in die Hand, Mimmenhausen fand nie zu seinen Stärken, zusätzlich gehandicapt durch den Ausfall von Christian Pampel. Der Spielertrainer verletzte sich am Rücken. Für ihn übernahm Youngster Benedikt Waldinger die Diagonale (18:22) in einem Auftaktsatz mit viel Nervosität und Fehlern auf beiden Seiten. Aber Karlsruhe hatte den besseren Tag erwischt, setzte sich gegen wenig überzeugende Gäste immer wieder scheinbar mühelos durch. Trotzdem war der TSV nach klarem Rückstand (12:16) nur eine Handbreit vom Satzgewinn entfernt. Die Aufholjagd zum 24:24 blieb nach vier abgewehrten Satzbällen aber unvollendet (26:28).

Mimmenhausen läuft wieder hinterher

Auch im zweiten Durchgang lief der TSV den Baden Volleys hinterher, die an ihre tolle Leistung aus dem Satz zuvor anknüpfen konnten (8:4, 16:13). Dieses Mal gelang Mimmenhausen keine Rallye. Und Jonas Hoffmann, der nicht seinen besten Tag erwischt hatte, verballerte seinen Angriff zum 19:25.

Böse unter die Räder gekommen

Böse unter die Räder kam der TSV zu Beginn des dritten Satzes (0:6). Lukas Ott, einer der Besten beim TSV, sorgte dann mit seinen Aufschlägen für Nervosität auf der anderen Netzseite. „Wenn wir den SSC unter Druck setzten, machte er Fehler“, sagte Pampel und bedauerte, dass das zu selten der Fall war. Dennoch wehrte sich Mimmenhausen gegen einen top eingestellten Gegner, gab nie auf – und sorgte erneut für Anspannung beim SSC (16:22, 21:22). Aber Hoffmann verzog seinen Aufschlag, Jens Sandmeier blockte die Annahme von Libero Müller ins TSV-Feld und das Service von Waldinger landetet zum 21:25 und 0:3 im Aus.

Zweites 0:3 an einem Wochenende

TSV Mimmenhausen – L.E. Volleys Leipzig 0:3 (13:25, 14:25, 27:29). – TSV Mimmenhausen – L.E. Volleys Leipzig 0:3 (13:25, 14:25, 27:29). – Die Frage war doch: Wie hat der TSV Mimmenhausen das brutal deutliche 0:3 am Samstag in Karlsruhe verkraftet? Viel Zeit zum Aufarbeiten und über die Gründe nach zu denken blieb Spielertrainer Christian Pampel und seinen Spielern nicht. Schon am Sonntag um 15 Uhr musste gegen Leipzig angetreten werden.

Keine Zeit zum Aufarbeiten

Es zeigte sich sehr schnell, dass die deutliche Niederlage mental doch einigen Schaden beim Tabellendritten angerichtet hatte. Zu Beginn lief bei den Gastgebern überhaupt nichts zusammen. Total von der Rolle in Annahme, Zuspiel und Angriff gingen zwei katastrophale Sätze an Leipzig (13:25, 14:25). Sah es jeweils zur Ersten Technischen Auszeit noch einigermaßen hoffnungsvoll für den TSV aus (5:8, 6:8), musste zur Zweiten Technischen Auszeit (10:16, 9:16) Schlimmes befürchtet werden. Und so kam es: Mimmenhausen erholte sich nicht und ging zweimal richtig baden.

Im dritten Durchgang auf Augenhöhe

Zwar sammelten sich die Gastgeber, Schlag und Becker waren für Hoffmann und Birkenberg auf dem Feld, spielten im dritten Durchgang auf Augenhöhe. Aber nicht auf der Höhe ihres Könnens. Und so unterlag der Gastgeber auch im dritten Durchgang, nach hartem Kampf. Lange wogte das Geschehen hin und her, keine Mannschaft konnte sich einen entscheidenden Vorteil erschmettern (8:8, 16:15).

Vorsprung nicht über die Zeit gebracht

Dann aber setzte sich der TSV doch auf 22:19 ab, brachte aber den Vorsprung nicht über die Zeit (23:23). Waldinger versemmelte seinen Angriff – und plötzlich hatte Leipzig Matchball! Zwei Leipziger Fehler verhalfen Mimmenhausen zum ersten von drei Satzbällen. Keiner führte zum glücklichen Ende. Die Sachsen machen das besser, sie nutzten zwei TSV-Fehler zum 29:27 und 3:0.

Derzeit keine Spitzenmannschaft

Die zweite Pleite an diesem Wochenende. In dieser Verfassung zählt der TSV Mimmenhausen nicht zur Spitze der 2. Liga.

TSV Mimmenhausen: Schrempp, Cipollone (MVP in Karlsruhe), M. Diwersy, Ott, Birkenberg, Becker, Pampel, Waldinger, Hoffmann, Schlag (MVP gegen Leipzig), Hammer, Müller, Pilicaci.