2. Volleyball-Bundesliga: TV/DJK Hammelburg – TSV Mimmenhausen (Samstag, 20 Uhr, Saaletalhalle). – Eine reizvolle Aufgabe haben die Volleyballer vom Bodensee an diesem Wochenende vor sich. Zum einen, weil sich am Samstag in der Saalehalle viele Bekannte wiedersehen werden, zum anderen aber auch aus rein sportlichen Gründen: Obwohl die Unterfranken derzeit „nur“ auf Rang sieben der Tabelle stehen, sind sie keineswegs der Underdog im Duell mit dem noch immer ungeschlagenen Tabellenführer.

Hammelburg hat bisher stets gepunktet

Die Mannschaft des rumänischen Coaches Cornel Closca hat bisher in jedem zu Ende gebrachten Spiel auch gepunktet. Christian Pampel warnt also nicht aus purem Automatismus vor dem kommenden Gegner. „Die Mannschaft von Hammelburg hat derzeit keinen Verletzten“, sagt der Mimmenhauser Spielertrainer. „Mal schauen, wie gut sie ist, wenn sie komplett ist.“

Severin Hauke spielt jetzt für den Gegner

Der Gastgeber bietet eine sehr junge Mannschaft auf, die von zwei Spielern verstärkt worden ist. Lorenz Karlitzek hat bei den United Volleys Frankfurt und dem TV Rottenburg Erstligaluft geschnuppert. Severin Hauke, ebenfalls Außenangreifer, aber noch nicht. Eigentlich war der 20-Jährige fest auf der Meldeliste des TSV Mimmenhausen eingeplant. Eigentlich. Er wechselte aber kurzfristig aus Studiengründen nach Hammelburg. Zu Cousin Moritz Rauber, einem der herausragenden Protagonisten des Tabellensiebten (einmal MVP-Gold, einmal -Silber). Rauber hat wie auch Hauke seine Volleyballausbildung bei den YoungStars in Friedrichshafen erhalten.

Mimmenhausen will in Hammelburg punkten

„Hammelburg sagt, dass es Meister werden will“, nimmt Pampel, der mit Johannes Becker einen ehemaligen Hammelburger in seinen Reihen hat, die Aussage „relativ pragmatisch“ hin. Dennoch will er „dort so viele Punkte vom Baum schütteln, wie sich eben schütteln lassen“. Und dass Hammelburg schlagbar ist, hat Kriftel am 26. September schon bewiesen. 2:0 führte damals der Gastgeber, und 22:19. Die Bayern rettete nur das undichte Hallendach vor einer ersten deutlichen Niederlage. Die Partie musste abgebrochen werden.

Christian Pampel freut sich

Jetzt aber sind bei den bisher nicht gerade heimstarken Hausherren (sechstbestes Team) alle Mann an Bord. Nach dem 3:2 vergangenes Wochenende gegen Dresden könnten sie für eine weitere lehrreiche Partie für Mimmenhausen sorgen. Und wenn schon. „Gegen gute Mannschaften zu spielen, ist für die Entwicklung der Spieler enorm wichtig“, sagt Pampel und freut sich auf das „interessante Duell“.

„Auf keinen Fall 0:3 verlieren!“

Zumal Kapitän Michael Diwersy & Co. ohne hemmenden Druck aufschlagen und schmettern können. „Wir müssen keinen Punkten nachrennen“, umschreibt Pampel trocken die komfortable Situation. Aber eine kleine Last bürdet er seinen Spielern doch noch auf: „Nur eines wollen wir auf keinen Fall – 0:3 verlieren!“

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