Volleyball, 2. Bundesliga: TV/DJK Hammelburg – TSV Mimmenhausen (Samstag, 19 Uhr, Saaletalhalle). – Christian Pampel freut sich auf Samstag. So richtig. Obwohl es Mimmenhausen mit einer traditionell starken Zweitligamannschaft zu tun bekommt. Der Tabellenfünfte tummelte sich in den sieben Jahren Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga stets im oberen Drittel der Tabelle und sicherte sich vergangene Saison souverän Rang drei. Auf dem steht derzeit Mimmenhausen, nur einen Punkt vor den Gastgebern.

Hammelburg hat sich punktuell verstärkt

Die haben sich punktuell verstärkt. Das Team mit Severin Hauke, Young
Star und bis 2020 in Mimmenhausen am Netz, hat einen neuen Trainer bekommen. Thiago Jose Welter ist kein Unbekannter. Der Brasilianer schmetterte für die Erstligisten Bühl und Eltmann, war danach unter anderem Coach des Roten Rudels Fellbach. Und von dort stieß auch Neuzugang Marian Epple, nach einer Auszeit wegen Krankheit, zu den Unterfranken. Er und Hauke spielen eine gewichtige Rolle beim TV/DJK.

Spieler, die dem TSV das Leben schwer machen können

Epple tritt sowohl erfolgreich auf der Außenbahn an als auch als Libero. Hauke wechselte vom Außenangriff auf die Diagonale. Ein paarmal schon in dieser Saison. Zuletzt beim 1:3 gegen den SV Schwaig vertrat der angehende Polizist den Kroaten Branko Damjanovic, der schon in Kroatien und Frankreich sein Geld verdient hatte. Auch „Oscar Benner gehört zu den wichtigen Hammelburger Spielern“, weiß Pampel aus den Begegnungen der vergangenen Saison. Allerdings spielt der als „Universal“ gemeldete Benner derzeit im Mittelblock.

„Das sind alles Spieler“, weiß Pampel, „die uns das Leben schwer machen können,“ nicht zuletzt aus den Matches der vergangenen Saison zieht der Spielertrainer seine Erkenntnis. Da hatten die Hammelburger Kanoniere die TSV-Annahme mächtig unter Druck gesetzt.

Dennoch freut sich Pampel auf den Schlagabtausch

Obwohl Pampel die Truppe von Thiago Welter als eine „unangenehme“ bezeichnet, freut sich der Spielertrainer auf diesen Schlagabtausch. Weil: „In der Partie gegen diesen Gegner stehen wir nicht so stark unter Druck“, begründet der Spielertrainer seine überraschende Meinung. Hammelburg sei so stark, dass auch ein gut spielender TSV Mimmenhausen verlieren könne. Damit könne er leben. „Aber alle Teams sind schlagbar“, sagt er, „auch gegen Hammelburg ist immer etwas drin.“ Ganz anders sei das, wenn „wir gegen nicht so starke Teams antreten, weil dann jeder einen Sieg erwartet.“ Nicht verlieren dürfen erhöhe die mentale Last.

Weil gegen Leipzig und Delitzsch vergangenes Wochenende gleich sechs Punkte aufs Konto marschierten, kann Mimmenhausen das letzte Spiel 2021 gelassen angehen (Mühldorf am 19. Dezember wurde verlegt). Noch ein Grund mehr, sich auf Samstag zu freuen.