Handball, Oberliga: TuS Steißlingen – SV Fellbach 35:36 (14:19). – Nach der zweiten Niederlage im zweiten Spiel ist der Fehlstart in die neue Oberliga-Saison für den TuS Steißlingen perfekt. Gegen den SV Fellbach zeigte man vor allem in der Defensive eine schwache Leistung.

Von Beginn an lief es nicht gut für das Team von Dominik Garcia. Der TuS lief direkt einem Rückstand hinterher. In der Defensive agierten die Hegauer oftmals schläfrig, die Lücken waren viel zu groß. Die Gäste aus Stuttgart zogen nach elf Minuten auf 7:3 davon. Auch im Angriff fand der TuS zu wenige Lösungen gegen die kompakte 6:0-Abwehr des SV – oder man scheiterte am zunächst starken SV-Hüter Joshua Gantner. Auch eine Auszeit von TuS-Trainer Garcia brachte nicht die Wende. Fellbach erhöhte auf 14:7 (23.). Bis zur Halbzeit lief es dann etwas besser für die Steißlinger: Mit einem 14:19-Rückstand ging es in die Pause.

So war es bis dahin ein desolater Auftritt der Blau-Weißen. Die Abwehr, egal ob 3:2:1- oder 6:0-Formation, ließ die nötige Härte vermissen. Auch im zweiten Abschnitt änderte sich nicht viel. Zwar agierte man im Angriff nun konsequenter, jedoch konnte der Rückstand bis Mitte der zweiten Halbzeit nicht verkürzt werden, da die Abwehr weiterhin löchrig war. Erst sieben Minuten vor Schluss konnten die Hegauer wieder auf drei Tore (30:33) verkürzen. Dieser Zwischenspurt kam allerdings zu spät. Mehr als der Anschlusstreffer zum 35:36 war nicht mehr drin. Am kommenden Samstag hat man im Südbaden-Derby gegen den TuS Schutterwald die Chance auf Besserung. (mw)

TuS Steißlingen: Walter, Seeger (Tor); Biedermann, Wildöer (1), Storz (3), M. Wangler (5), Hipp (4), Lindner, Faeser (7), Ströhle, F. Wangler (5/1), Maier (7), Klotz, Euchner (2), Glock, Müller

Konstanzer Energieleistung

HSG Konstanz II – TSB Schwäb. Gmünd 34:30 (13:18). – Welch eindrucksvolle Energieleistung der HSG Konstanz II: Scheinbar aussichtslos mit sechs Toren zurück liegend und aufgrund zweier Roter Karten dezimiert, drehte die Drittliga-Reserve in den letzten 20 Minuten auf und erkämpfte sich einen 34:30-Heimsieg. Am Samstag, 17 Uhr, empfängt die HSG II die SG H2Ku Herrenberg.

Der Schock war groß nach gerade einmal 97 Sekunden. Lars Michelberger, ein wichtiger Faktor in Abwehr und Angriff, musste mit Rot vom Feld. Später sollte es auch noch Constantin Eich treffen. „Die frühe Rote Karte war extrem bitter für uns, aber auch in Ordnung“, bestätigte Trainer Benjamin Schweda. Der TSB zog bis zur 10. Minute auf 5:1 davon. Lange fand die HSG kaum Mittel, um sich gegen die gute Deckung der Gäste durchzusetzen. Schweda: „Wir haben 40 Minuten kein gutes Spiel gezeigt, vorne wie hinten.“

Bis der Knoten plötzlich platzte. 15:21 lag Konstanz zurück, als die Maßnahmen von Schweda griffen. Achtmal trafen Jonas Hadlich und Felix Fehrenbach. Mit zwei Kreisläufern und Einläufern, giftiger Abwehrarbeit und blitzschnellem Umschaltspiel wirbelte Konstanz die Schwaben durcheinander. Mit einem 5:0-Lauf war Konstanz beim 20:21 plötzlich wieder voll im Rennen (40.). Pascal Mack traf wenige Minuten später zur 25:24-Führung. Es blieb hochspannend bis fünf Minuten vor Schluss – dann machte die HSG aus einem 29:29 den lautstark gefeierten 34:30-Heimsieg. (joa)

HSG Konstanz II: Herrmann, Gemeinhardt (1) (beide Tor); Mittendorf (2), Michelberger, Böhlefeld, Mack (5), Stotten (2), Koch, Fehrenbach (8), Herbel (6/2), Eich, Knipp (1), Koester, Lioi, Hadlich (8), Czako (1).