Handball, Oberliga: TuS Steißlingen – TSV Wolfschlugen (Samstag, 20 Uhr, Mindlestalhalle). – In der Mindlestalhalle kommt es zu einem echten Kellerduell. Mit dem TSV Wolfschlugen empfängt der TuS Steißlingen den ersten Aufsteiger in eigener Halle. Damit kommt es zu einem weiteren brisanten Duell mit einem der direkten Konkurrenten um den Verbleib in der Oberliga. Der TuS, der nach der Niederlage in Söflingen auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht ist, braucht nun endgültig die ersten beiden Punkte der Saison. Dass auch dies keine leichte Aufgabe werden wird, ist allen Beteiligen bewusst, zumal Trainer Dominik Garcia weiterhin auf einige wichtige Stammkräfte verzichten muss. Doch gerade deshalb muss das Team noch enger zusammenrücken. Mut macht die gute Leistung in der zweiten Halbzeit gegen die TSG Söflingen, die man trotz der ungünstigen Umstände sogar gewinnen konnte. Daran muss der TuS auch in diesem Spiel wieder versuchen anzuknüpfen. Die Mannschaft hofft ebenfalls auf die zahlreiche Unterstützung von den Rängen, um noch mehr Energie für die anstehende Aufgabe zu schöpfen.

Auch die Ausgangslage des TSV ist nur unwesentlich besser. So startete man ebenfalls mit vier Niederlagen in die Saison. Allerdings reist der TSV Wolfschlugen mit einem Sieg im Gepäck zum wichtigen Auswärtsspiel nach Steißlingen. Am vergangenen Spieltag konnte er in eigener Halle den ersten Saisonsieg gegen den TuS Altenheim einfahren. Aber auch in den verlorenen Spielen war der TSV keineswegs chancenlos und musste sich nur am Ende jeweils knapp geschlagen geben. Das zeigt auch ein sehr ausgeglichenes Torverhältnis von 140:148 Toren. (es)

TVB Stuttgart II – HSG Konstanz II (Samstag, 19.30 Uhr). – Das Duell der beiden einzigen Reserveteams in der Oberliga dürfte für die Zuschauer ein hochattraktives werden. Die Erstliga-Reserve des TVB Stuttgart erzielte in ihrer letzten Partie 46 Tore, die Zweitliga-Reserve der HSG stellt mit 163 Toren die aktuell beste Offensive der Liga.

Nach dem 32:26-Erfolg gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer Neuenbürg kann Konstanz befreit vor die Tore Stuttgarts reisen. Der Sieg war, so Trainer Benjamin Schweda, „extrem wichtig und tat extrem gut.“ Nach den beiden Niederlagen zuvor zeigte sich die U23 der HSG gerade in der erneut spannenden Schlussphase cleverer, abgebrühter und fuhr dank eines kühlen Kopfes einen am Ende deutlichen Erfolg gegen den vormaligen Ligaprimus ein. „Die Leistung war gut und der Sieg verdient“, freute sich der Spielertrainer, der erneut auf dem Feld ran musste. Der 28-Jährige geht sogar so weit, dass er hierin die bisher beste Saisonleistung beobachtet hat, besser noch als beim furiosen 36:27-Sieg gegen Drittliga-Absteiger Söflingen.

Beim TVB Stuttgart gibt es nicht nur die ganz jungen Talente wie auf Konstanzer Seite, sondern auch einige erfahrene Akteure wie etwa die beiden Erstliga erfahrenen Torhüter Daniel Sdunek und Nick Lehmann. Die HSG wird ihren jungen Kader wieder mit einigen aktuellen A-Jugendlichen verstärken. Wie wird also das Aufeinandertreffen der beiden Perspektivteams? „Spannend“, lacht Schweda. „Wie jedes Jahr.“ Spannend auch deshalb, weil der HSG-Coach beim Gegner eine ähnliche Spielanlage wie bei seinem eigenen Team sieht. Punktgleich sind beide im Moment und in Torlaune. Der TVB war zuletzt mit 46:32 in Knielingen erfolgreich, die U23 der HSG führt das Feld der offensivstärksten Teams mit 163 Treffern in fünf Partien an. So geht Schweda von einem „coolen, offenen Kampf mit großem Tempo“ aus. „Wer die bessere Abwehr stellt und den besseren Torwart hat, wird das Spiel gewinnen“, ist er überzeugt. (joa)