Andreas Joas

2. Bundesliga: HSG Konstanz – TuS N-Lübbecke (Montag, 17 Uhr, Schänzlehalle). – Highlight am zweiten Weihnachtsfeiertag: Die HSG Konstanz empfängt in der 2. Handball-Bundesliga am 26. Dezember um 17 Uhr Erstliga-Absteiger TuS N-Lübbecke in der Schänzlehalle. Großen Andrang erfährt das Spiel bereits im Vorverkauf.

Am Mittwoch hatte die HSG Konstanz mit dem Punktgewinn beim Tabellenzweiten Eulen Ludwigshafen (30:30) ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Es soll nicht das letzte in diesem Jahr sein, bevor der Spielbetrieb in der WM-Pause vier Wochen bis Ende Januar ruht.

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Einen wollen sie noch raushauen bei der HSG, wenn der Erstliga-Absteiger und dreimalige Europapokalsieger TuS N-Lübbecke am Montag im vermutlich vollbesetzten Hexenkessel Schänzle-Hölle seine Aufwartung macht.

Die Aussicht auf ein weiteres Duell gegen eine absolute Topmannschaft zauberte Jörg Lützelberger schon am Mittwoch ein Lächeln ins Gesicht. „Ich habe eine riesige Vorfreude darauf, vor unseren Fans gegen solch ein Team anzutreten“, unterstrich der HSG-Trainer.

Trainer Lützelberger mit Appell an die eigenen Fans

„Deshalb die ganz klare Aufforderung an alle: Wenn ihr Weihnachten gefeiert, genug Braten gegessen und Geschenke ausgepackt habt, dann kommt in die Halle, feuert die Jungs an und genießt Bundesligahandball in Konstanz.“

Der HSG-Coach freute sich bereits im Sommer auf das Highlight zum Jahresabschluss gegen die großen Namen aus Lübbecke. „Für so ein Spiel gibt es keinen besseren Zeitpunkt“, so der 37-Jährige. „Das zaubert mir schon ein Lächeln ins Gesicht.“ Der langjährige Erstligist aus Nordrhein-Westfalen, der noch letzte Saison in der ersten Liga antrat, bietet mit Michael Haaß auf der Trainerbank einen Weltmeister auf, dazu etliche Nationalspieler.

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Einer der größten Namen ist der von Torwart Nikolas Katsigiannis (40), der schon das Trikot der deutschen Nationalmannschaft trug. 403 Mal stand er in der Bundesliga zwischen den Pfosten. Sein Gespannpartner, der Norweger Håvard Åsheim, war vor seinem Wechsel in das beschauliche Lübbecke bester Keeper in der ersten schwedischen Liga und wird den TuS am Saisonende wieder verlassen. Für ihn wurde Leon Grabenstein von der HSG ab Sommer 2023 als Nachfolger verpflichtet.

Dazu kommt der niederländische Nationalspieler Rutger ten Velde, der litauische Nationalspieler Benas Petreikis, die Kroaten Tin Kontec und Luka Mrakovcic, der Isländer Örn Vésteinsson Östenberg, der Tscheche Leos Petrovsky sowie Bundesliga-Größen wie Peter Strosack und Tom Skroblien, der aktuell drittbester Torjäger der Liga ist.

Fantastische Chance für HSG Konstanz

„Mit der jungen und begeisterungsfähigen Mannschaft“ bietet sich, so Lützelberger, „die fantastische Chance“ nach der starken zweiten Halbzeit in Ludwigshafen einen tollen Abschluss vor den eigenen Fans zu feiern. „Wir sind stolz darauf, was wir uns bereits erarbeitet und erreicht haben. Jetzt haben wir noch ein Spiel, um noch eins draufzusetzen.“

Das Ziel ist klar formuliert. „Wir wollen in dieser Liga mitspielen. Wir wollen zeigen, dass wir zurecht hier sind. Und wir wollen hierbleiben. Das ist der große Traum und das Ziel der Jungs, wofür sie wirklich hart arbeiten.“

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Im Duell mit den Profis des Tabellenfünften ist die Rolle des Favoriten klar verteilt. Gerade dies bietet für die HSG nochmals einen „geilen Vergleich“, so der Coach. Mit erfahrenen Torhütern, drei körperlich sehr starken Kreisläufern, einer massiven Abwehr und viel individueller Klasse wartet die maximale Herausforderung gegen den Traditionsverein. Somit sieht er die Gäste mit einer klaren Erwartungshaltung anreisen.

Die an seine Mannschaft hatte er bereits in der Halbzeitpause in Ludwigshafen formuliert: alles geben, nach jeder guten Aktion feiern, kämpfen, laufen, hellwach sein und alles reinlegen. Die Art und Weise wie die HSG Konstanz nach dem Fünf-Tore-Rückstand zurückkam, zeigt das Selbstvertrauen der Mannschaft. Der Punkt war für Lützelberger schließlich das Ergebnis dieses Selbstvertrauens. Außer an Heiligabend wird normal trainiert, um dann am zweiten Weihnachtsfeiertag wieder genauso kämpferisch aufzutreten.

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