Handball, 2. Bundesliga: TV Großwallstadt – HSG Konstanz (Dienstag, 19.30 Uhr, Untermainhalle Elsenfeld). – Während Fürstenfeldbruck und Wilhelmshaven bereits als Absteiger in die 3. Liga feststehen, kann sich die HSG noch retten. Dafür benötigen die Konstanzer mindestens drei Punkte aus den beiden letzten Partien. Immerhin spräche der direkte Vergleich mit Emsdetten, der am Saisonende bei Punktgleichheit über die Platzierung entscheidet, für die HSG Konstanz.

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Emsdetten ist, neben der Schwäche in den Big-Point-Duellen gegen die beiden Absteiger Wilhelmshaven und Fürstenfeldbruck, in denen alle acht möglichen Punkte auf verrückteste Art und Weise abgegeben wurden – gegen den WHV etwa trotz Fünf-Tore-Führung –, ein Stichwort, das bei den Verantwortlichen den Blutdruck steigen lässt. Mittlerweile nimmt das Verletzungspech der Gelb-Blauen ausgerechnet in der entscheidenden Phase der Saison fast tragische Ausmaße an. Genau vor diesen Konsequenzen und Sorgen hatten die Verantwortlichen vor dem Duell im Münsterland gewarnt – nur einen Tag nach dem Ende der 14-tägigen Quarantäne und ohne nötige Vorbereitung.

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Zwar holte sich die HSG quasi direkt aus der Quarantäne ein 26:26-Remis in Emsdetten. Doch diese Begegnung hinterließ Spuren. Seitdem fehlen Kapitän und Topscorer Tom Wolf, Tim Bornhauser und auch weitgehend Felix Jaeger und somit alle drei Mittelmänner, die komplette Kreativabteilung sowie Shooter und Abwehrrecke Peter Schramm. In Gummersbach setzte immerhin Joel Mauch aus der U23 einige schöne Akzente, doch der extrem jung und neu aufgestellten Mannschaft fehlten die Möglichkeiten, sich einzuspielen und zu finden. „Wir haben das Spiel in Emsdetten gut gelöst, aber dadurch sind Sachen entstanden, die wir nicht repariert bekommen“, lautet die bittere Erkenntnis von Eblen. Die zusätzlichen Verletzungen brachten einen Teufelskreislauf in Gang. Der Kader schrumpfte, die Belastung für angeschlagene Spieler stieg dadurch in der Drucksituation im Kampf um den Klassenerhalt weiter – bis sich dadurch nochmal weitere Verletzungen ergaben.

Kampfgeist ist ungebrochen

Nun kommt die HSG zwar deutlich geschwächt daher. Der Kampfgeist ist trotz der äußeren Faktoren jedoch ungebrochen, auch wenn es ein kleines Wunder braucht. Beim seit sechs Spielen ungeschlagenen TV Großwallstadt muss mindestens ein Punkt her, damit es am Samstag, daheim in der Schänzlehalle, noch ein Finale gibt. Vor zwei Jahren setzte sich die HSG in ihrem Finale in zwei packenden Duellen gegen den HC Empor Rostock in der Aufstiegsrelegation durch – mit einem Remis an der Ostsee und einem souveränen Heimsieg. Nun benötigt es darüber hinaus Schützenhilfe am letzten Spieltag aus Lübeck. „Wir werden alles reinwerfen, was da ist“, verspricht Eblen. „Das wird eine Energiefrage.“