Handball: Mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen und vielen wertvollen Erkenntnissen kehrte die Mannschaft von Jörg Lützelberger nach drei Tagen beim von Gastgeber TSV Altensteig perfekt organsierten Turnier zurück an den Bodensee.

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Nach einem trotz guter Vorstellung und 17:15-Führung mit 22:26 (13:13) verlorenem Auftaktspiel gegen Erstligist HBW Balingen-Weilstetten war das Spiel gegen die wacker kämpfende HSG Albstadt dann eine recht zähe Angelegenheit, da Konstanz seine Kräfte schonte und mit komplett neuer Formation auflief. Letztlich sicherten sich die Gelb-Blauen mit einem ungefährdeten, aber glanzlosen 28:23 (14:11)-Erfolg gegen den Württembergligisten mit dem Spiel um Platz fünf ein interessantes Duell gegen Erstliga-Absteiger Eulen Ludwigshafen. Die Eulen mussten zwar wie die HSG auf einige Verletzte verzichten, konnten aber – da sie am Mittwoch kein Testspiel wie die Konstanzer hatten und aufgrund eines Corona-Falles beim TSV Altensteig auch am Samstag spielfrei waren – ausgeruht in die Partie gehen.

Mit einem deutlichen 28:22 (9:11)-Sieg zum Abschluss sicherte sich die HSG Konstanz dann Platz fünf hinter den Bundesligisten Balingen, Bietigheim, Wetzlar und Stuttgart. HSG-Trainer Jörg Lützelberger konnte sich nach dem sehenswerten Match gegen die Eulen über „einige gelernte Lektionen“ freuen. Seine Mannschaft überrollte in der zweiten Hälfte die Rheinland-Pfälzer mit ihrem Umschaltspiel streckenweise regelrecht.

„Das war eine gute Halbzeit mit so viel Spaß auf der Platte, tollem Torwart, Leidenschaft und Tempo“, freute sich der 36-Jährige.

Nach einem eindeutigen Spielverlauf und einem „Prestigeerfolg gegen eine starke Mannschaft, gegen die wir in ferner Zukunft wieder spielen wollen“, so der HSG-Coach, „konnten wir viel Selbstvertrauen mitnehmen und die nächsten Schritte machen.“ Gegen hochklassige Gegner konnten neue Schlüsse gezogen und Details erarbeitet werden. Sowohl im Zusammenspiel von Abwehr und Torhütern als auch im Tempospiel. Ebenfalls positiv: „Es hat sich keiner verletzt. Es war eine harte Woche mit vier Spielen für uns. Kompliment an unsere Ärzte, Physiotherapeuten und das Trainerteam, denn die Belastungssteuerung war nicht einfach.“

Schließlich war die gemeinsame Zeit wichtig. Wertvolle Stunden, in denen man sich nähergekommen sei, sagt Lützelberger. Nach der „Halbzeit“ der Vorbereitung und im Gedanken an die Steigerung im Vergleich zum Test gegen Wacker Thun zieht er somit ein positives Zwischenfazit. Im Bewusstsein, „was wir noch verbessern wollen. Ich möchte nicht von einem ersten und zweiten Anzug sprechen. Aber wir wollen die, die noch nicht so viel gespielt haben, mit reinbringen.“

Bei Niklas Ingenpaß und Fynn Beckmann besteht die Hoffnung, dass sie demnächst wieder auf das Spielfeld zurückkehren können.

HSG Konstanz – Balingen 22:26 (13:13): Wolf, Grabenstein (beide Tor); Stotz (2), Herbel, Czako (1), Hild (3), Mauch, Knipp, Braun (3), Bornhauser (3), Timm, Wendel (3), Schramm (2), Köder (4/4), Knezevic (1).

HSG Konstanz – Albstadt 28:23 (14:11): Wolf, Grabenstein (beide Tor); Stotz (1), Czako (8), Hild (1), Mauch, Braun (5), Bornhauser (2), Timm (4), Wendel (1), Schramm (1), Köder (1), Knezevic (4).

HSG Konstanz – Eulen Ludwigshafen 28:22 (9:11): Wolf, Grabenstein (1), Herrmann (alle Tor); Stotz, Herbel, Czako (2), Hild (5), Mauch (1), Knipp, Braun (3), Bornhauser, Timm, Wendel (6), Schramm (3), Köder (5/4), Knezevic (2).