Handball-Testspiel: HSG Konstanz – HBW Balingen-Weilstetten (Mittwoch, 18.30 Uhr, Schänzle-Sporthalle). – Das letzte Aufeinandertreffen ist nicht lange her, das letzte Spiel vor Zuschauern in der Schänzlehalle jedoch schon. Nach sieben Monaten Abstinenz testet die HSG Konstanz nach dem knappen 22:24 beim BGV Cup erneut gegen den Erstligisten HBW Balingen-Weilstetten um die beiden Ex-Konstanzer Fabian Wiederstein und Gregor Thomann – mit bis zu rund 500 Fans in eigener Halle.

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Dementsprechend groß ist die Vorfreude bei allen Beteiligten. Nein, ein besonderes Rezept für die beiden habe er sich nicht überlegt, sagt Daniel Eblen über seine ehemaligen Schützlinge Wiederstein und Thomann, die über die Station HSG Konstanz den Sprung in die 1. Bundesliga vollzogen haben. „Aber es ist schön, die beiden mal wieder in der Schänzlehalle zu sehen“, freut sich der Coach – wenngleich die strengen Hygienekonzepte nicht allzu viel Kontakt zulassen. Eblen: „Beide machen einen guten Job in Balingen und ich gehe davon aus, dass sie viel Spielzeit in der 1. Bundesliga bekommen werden.“ Vorher ist das zweite Derby innerhalb weniger Wochen so etwas wie die Generalprobe für beide Mannschaften vor dem Saisonstart am 2. Oktober.

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Neben den sportlichen Aspekten steht für die HSG Konstanz auch der Stresstest für die Abläufe rund um das Hygiene- und Betriebskonzept für die Schänzle-Sporthalle im Fokus. Mit großem Aufwand sollen beim Test gegen Balingen bis zu rund 500 Fans dabei sein können, bis zum Start der Saison soll die Kapazität durch neue Sitzplätze hinter den Toren und oben auf der Haupttribüne weiter gesteigert werden. Angedacht ist dann, sofern bis dahin technisch möglich, ein dynamisches Ticketsystem, das nach Gruppenplätzen für Familienangehörige und Haushaltsmitglieder automatisch die Abstände setzt. Denn anders als in anderen Bundesländern, in denen oftmals zehn bis sogar 20 fremde Personen ohne Abstände nebeneinander platziert werden, lässt die strenge Corona-Verordnung in Baden-Württemberg nur Einzelplätze – mit Ausnahme für Familie und denselben Haushalt – zu. Das wirkt sich negativ auf die Hallenkapazität aus. Wo in diversen Hallen schon mit rund 1000 bis 2100 Fans und 50-prozentiger Hallenauslastung geplant werden kann, steht die HSG noch vor großen Herausforderungen, mittels zusätzlicher Plätze bis zum Saisonstart möglichst viel aus den besonders strengen Vorgaben des Landes Baden-Württemberg zu machen. Ansammlungen sind auch hier mit bis zu 20 Personen in sämtlichen Bereichen gestattet – mit einer Ausnahme: des Sports.

Joschua Braun.
Joschua Braun. | Bild: Peter Pisa

Zu sehen bekommen sollten die Fans am Mittwoch erstmals das gesamte neue Team, denn auch Joschua Braun könnte nach seiner Verletzung wieder zurückkehren. Zudem sollen die beiden Neuzugänge Peter Schramm und David Knezevic vorgestellt werden. „Es geht jetzt in die heiße Phase“, macht Eblen klar. „Wir werden noch einmal richtig gefordert.“ Deshalb wird er nun nicht mehr „in die Breite arbeiten“, so der Cheftrainer, womit die gleichmäßige Verteilung der Spielzeit auf alle Akteure gemeint ist. Nun soll sich die erste Acht bis Neun einspielen und unter Druck behaupten.

Daniel Eblen bisher zufrieden

Mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung zeigt sich der 46-Jährige zufrieden, will die Eindrücke aber nicht überbewerten, wenngleich sich seine Mannschaft mit sehr starken Eindrücken beim BGV Cup gegen Erst- und Zweitliga-Topteams schon in guter Frühform zeigte. „Ich erwarte, dass die Konzentration und alles weitere voll da ist, das fordere ich auch“, sagt er klar, auch mit Blick auf die Wurfkraft des Gegners aus dem Rückraum und seine spielerischen Möglichkeiten unter anderem durch die Verpflichtung von Björn Zintel.

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