2. Bundesliga: TV Emsdetten – HSG Konstanz (Donnerstag, 19.30 Uhr, Ems-Halle). – Am 2. Juni darf Zweitligist HSG Konstanz die angeordnete Quarantäne verlassen. Noch am selben Tag muss sie die 650 Kilometer weite Busfahrt nach Emsdetten antreten. Am 3. Juni um 19.30 Uhr soll das wichtige Duell im Abstiegskampf der beiden Tabellennachbarn angepfiffen werden.

Trotz diverser von der Handball-Bundesliga (HBL) und der HSG aufgezeigten möglichen Alternativen kam es zu keinem anderen Spieltermin. HBL-Spielleiter Andreas Wäschenbach teilte schließlich mit, „Kraft Amtes“ sei die Partie aufgrund der fehlenden einvernehmlichen Lösung der Vereine lediglich um einen einzigen Tag verschoben.

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Emsdetten kann dann auch schon wieder Zuschauer in der Halle begrüßen. Bei den HSG-Verantwortlichen ist die Enttäuschung über die Entscheidung groß. Erst einen einzigen Tag vor dem so wichtigen Abstiegsduell, am 2. Juni darf die HSG ihre 14-tägige Quarantäne verlassen und diesen Tag als Reisetag für die rund 650 Kilometer weite Fahrt ins Münsterland nutzen.

Dies vor einem der wichtigsten Spiele der Saison und unter der deutlich erhöhten Gefahr schwerer Verletzungen aufgrund fehlender und eigentlich üblicher, nötiger und geordneter Rückkehr in den Wettkampfbetrieb im Hochleistungssport.

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Die Gründe dafür sind für die Konstanzer noch unverständlicher. HSG und auch HBL hatten Emsdetten mehrmals verschiedene neue Spieltermine für das ursprünglich für 2. Juni geplante Duell angeboten, so auch am Wochenende oder Montag beziehungsweise Mitte oder Ende Juni, da beide Mannschaften am kommenden Wochenende ohnehin spielfrei sind.

„Im Sinne eines fairen Wettbewerbs“, so TVE-Geschäftsleiter Florian Ostendorf, sei man bereit, das Spiel um einen einzigen Tag zu verlegen. Mehr aber nicht. Wegen „verschiedener Gründe“ (Ostendorf). Hallenbelegungen, Impftermine, Impfung der Mannschaft, Verfügbarkeit des Personals wurden genannt und deshalb die Kooperation verweigert. Ob dem fairen Wettbewerb und dem Gesundheitsschutz der Spieler damit Genüge getan ist, darf bezweifelt werden.

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„Wir haben Sorge um unsere Spieler. Emsdetten wäre mit einer solchen Vorbereitung auf ein sehr wichtiges Spiel in Konstanz sicher auch nicht einverstanden gewesen“, sagt HSG-Geschäftsführer André Melchert im Hinblick darauf, dass die HBL entgegen ihren ersten Verlautbarungen und Vorschlägen, das Spiel etwa am 7. oder 23. Juni nachzuholen, ohne Rücksprache über Bord warf.

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Nun gilt die volle Konzentration dem Geschehen auf dem Spielfeld. „Dort wird es jedoch schwer unter den gegebenen Umständen. Hoffen wir, dass alles gut läuft, wir die Punkte holen und alle gesund bleiben“, fügt Melchert an. Das Duell ist ohnehin schon durch die Tabellenkonstellation brisant: Emsdetten hat 19 Punkte und ein Spiel mehr ausgetragen, Konstanz liegt mit 20 Zählern und einer Partie in der Hinterhand direkt davor.

Das Hinspiel ging nach hartem Kampf mit 24:23 an die HSG. Für den Geschäftsführer ist es daher ein Vier-Punkte-Duell. André Melcherts Kampfansage: „Wir müssen da durch. Unsere Jungs werden für unsere HSG kämpfen.“