2. Handball-Bundesliga: Dessau-Roßlauer HV – HSG Konstanz (Sonntag, 17 Uhr, Anhalt-Arena). – Auch das zählt zu den sehr anspruchsvollen Herausforderungen, hat doch der Aufsteiger zwölf seiner 17 Punkte in eigener Halle geholt. Bevor der Blick jedoch auf das Spiel gerichtet werden konnte, musste der Schock über die schlimme Verletzung von Moritz Ebert verarbeitet werden. Das 20-jährige Torwart-Talent der HSG wird nach einem Kreuzbandriss monatelang ausfallen.

„Das ist extrem bitter“, fühlt Trainer Daniel Eblen mit. „Er hat sich lange für die Chance gegen Hamburg herangearbeitet. Wenn dann ein Torhüter aus der eigenen Jugend die Chance in der 2. Bundesliga bekommt und sowas passiert, ist das sowas von bitter.“ Die gute Nachricht: Die zuletzt angeschlagenen Michael Haßferter und Maximilian Wolf werden wieder spielfähig sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Überhaupt seien keine Zeichen zu sehen, dass die letzten Niederlagen gegen die Topteams der Liga Spuren hinterlassen hätten, so Eblen. „Im Gegenteil“, sagt er. „Die Jungs haben wieder sehr gut und sehr intensiv trainiert.“ Im Hinspiel feierte die HSG beim 31:26 einen ihrer fünf Saisonsiege und zeigte sowohl defensiv als auch offensiv eine starke Vorstellung.

Doch der Gegner hat es in sich. Mit dem tschechischen Nationalspieler Jakub Hrstka hat Trainer Uwe Jungandreas den viertbesten Torschützen der Liga in seinen Reihen. Mit Vincent Sohmann kommt einer der besten Mittelmänner und Philip Ambrosius der zweitbeste Keeper der Liga hinzu. Doch auch die HSG Konstanz stellt mit Tom Wolf den zweitbesten Torjäger der Liga.

Das könnte Sie auch interessieren

Eblen: „Ich habe das Gefühl, die Jungs warten auf ihre Chance, wir suchen diese Chance. Wenn sie kommt, müssen wir da sein. Wir sehen dabei nur auf uns.“ Mit Dessau wartet allerdings ein „sehr kompletter Gegner“, erklärt der 46-Jährige, der sehr gut in der Deckung steht.

So wird es wieder auf den Konstanzer Spagat zwischen schnellem Spiel und wenigen technischen Fehlern ankommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Und das bei einem heimstarken Gegner. Der Tabellenneunte gewann sechs von neun Spielen in eigener Halle – trotz leerer Ränge. Trotzdem machen die Geisterspiele der HSG wie dem Dessau-Roßlauer HV zu schaffen. Auch hier muss man schon seit einem ganzen Jahr auf die Unterstützung der lautstarken Anhänger verzichten.

Am 29. Februar 2020 gab es zuletzt eine volle „Schänzle-Hölle“. Die Sehnsucht zumindest nach einer Teil-Rückkehr wird immer größer. Die nach wichtigen Punkten im Kampf um den Klassenerhalt ebenfalls.