3. Liga: HSG Konstanz II – TV Willstätt (Samstag, 20 Uhr, Schänzlehalle). – Wenn sich der Ex-Erstligist und aktuelle Tabellendritte TV Willstätt am Samstag in der Schänzlehalle präsentiert, werden einige bekannte Gesichter in Konstanz auflaufen. Felix Gäßler, Marius Oßwald, Leon Sieck und Luis Pfliehinger trugen allesamt schon das HSG-Trikot, sind nun aber beim mit drei Siegen in drei Spielen gestarteten Rivalen unter Vertrag.

Schon als sich im Frühjahr abzeichnete, dass der TV Willstätt vom Saisonabbruch profitieren und trotz des Belegen eines Abstiegsranges in der 3. Liga verbleiben würde und die HSG Konstanz II als Aufsteiger feststand, war die Vorfreude auf das einzige Südbaden-Derby in der 3. Liga groß. Am Samstag ist es nun soweit. Ein Duell der Gegensätze steht bevor.

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Hier mit die jüngste Mannschaft der Liga aus fast ausschließlich eigenen Jugendspielern, auf der anderen Seite ein erfahrenes, international und mit viel Klasse besetztes Team aus der Ortenau. In Sachen Körperlichkeit und Erfahrung liegen Welten zwischen beiden. Und auf der Trainerbank steht Jessica Bregazzi, 25, Trainerfuchs Ole Andersen, 62, in seiner langen und erfolgreichen Vita unter anderem schon dänischer Nationaltrainer, gegenüber.

„Der TV Willstätt zeigt ganz viel Ruhe in seinen Aktionen und trifft mit seiner Routine ganz viele richtige Entscheidungen“, weiß Bregazzi. „Sie spielen einen anderen Handball als wir.“ Mit Alexander Velz kam der aktuell viertbeste Torschütze der 3. Liga vor der Runde neu aus der Schweiz hinzu, außerdem Josip Kvesic für das Tor. Beides Volltreffer.

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Die Vorfreude im Konstanzer Training war so schon deutlich vernehmbar. Bregazzi grinst: „Nur zu gerne würden wir die Willstätter Serie beenden. Aber wir gehen mit viel Respekt an die Aufgabe heran.“ Doch die Möglichkeit zu überraschen, sieht sie in jedem Spiel. „Dafür müssen wir unsere Stärken nutzen. Ich denke, es könnte ein cooles Spiel werden.“ Eines, in dem es spannend zu sehen sein wird, ob sich der schnelle, spielerische Stil der Konstanzer oder aber der kraftvolle, körperliche auf Gästeseite durchsetzt.

Jessica Bregazzi gibt sich jedenfalls keck wie ihre Mannschaft. „Ich vertraue meinen Jungs“, sagt sie und fügt an: „Der Glaube, dass wir etwas reißen können, ist immer da. Manchmal müssen die Jungs sich selbst noch ein bisschen mehr vertrauen.“ Nach der unglücklichen Niederlage in Erlangen hofft sie auf die nötige Derby-Körpersprache mit reichlich Selbstbewusstsein und Angriffslust. Sollte das gelingen, erwartet sie ein offenes, spannendes Spiel.

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Ein wichtiger Faktor könnte die Unterstützung von den Rängen sein. Mit über 300 Fans hatte die HSG-Reserve in ihrem ersten Drittliga-Heimspiel einen bemerkenswerten, lautstarken Rückhalt. Mit einer guten Kulisse wird auch am Samstag gegen den TV Willstätt gerechnet. Es wird ein frühzeitiges Erscheinen empfohlen. (joa)

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