Oberliga: HSG Konstanz II – TuS Schutterwald 41:33 (20:15). – Die HSG Konstanz II hat sich vor guter Kulisse und 200 Fans in der Schänzlehalle mit dem perfekten Jahresabschluss in die zweite Saisonhälfte verabschiedet. Beim 41:33 (20:15)-Sieg offenbarte die Drittliga-Reserve noch einmal große Spielfreude und zeigte hohes Tempo. Mit 17:7 Punkten belegt die HSG Platz drei der Oberliga.

Das Ziel war es, nach zuletzt zweimal 35 Gegentoren nicht mehr als 25 gegen Schutterwald zuzulassen. „Das ist wieder schiefgegangen“, sagte Benjamin Schweda. Mit einem Lächeln. Der Trainer konnte es verschmerzen, denn: „Es war ein sehr, sehr gutes Spiel im Angriff. Beeindruckend, wie variabel wir waren und wie jeder zum Tor gegangen ist.“

Das könnte Sie auch interessieren

Zwar hielten die Gäste zehn Minuten bis zum 6:6 gut mit, es war dann aber schnell abzusehen, dass die Gastgeber richtig gut drauf waren.

Defensiv sorgte vor allem Torwart Lukas Herrmann dafür, dass sich die Lücken in der Deckung nicht zu sehr im Halbzeitstand von 15:10 niederschlugen. Nach der Pause war der Drang nach vorne noch größer. „Ein wenig sind die vielen Gegentore auch mit unserem guten Angriff zu erklären“, so Schweda.

„Wir haben sehr viele, schnelle einfache Tore gemacht und Schutterwald konnte das Tempo nicht mitgehen.“ Dadurch kam es zu mehr Angriffen auf beiden Seiten. Zehn Minuten vor Schluss stand es 36:26, drei Minuten vor dem Ende traf Gianluca Herbel zum 40:30.

Trainer Schweda ist zufrieden

Schweda war zufrieden. „Die Freude ist nun groß, dass wir auf Platz drei in die Pause gehen können. Nach unserer Vorbereitung hat sich ein gutes Team entwickelt und jeder Einzelne sehr weiterentwickelt. Wir alle, inklusive Trainer, haben viel dazugelernt.“

Die Pause geht bis zum 15. Januar und dem Topspiel beim punktgleichen Tabellennachbarn SG Köndringen/Teningen. Das aufgrund eines Corona-Falles beim TuS Steißlingen verlegte Derby steigt am Mittwoch, 26. Januar, um 20.30 Uhr in der Schänzlehalle.

HSG Konstanz II: Herrmann, Gemeinhardt, Pauli (Tor); Mittendorf (3), Böhlefeld (5), Mack (3), Koch (2), Fehrenbach (6), Herbel (8/4), Merz (5), Eich, Knipp (4), Koester (2), Lioi (2), Hadlich, Osann (1). – Z: 200.

TuS Steißlingen erneut ohne Punkte

TuS Steißlingen – HC Neuenbürg 2000 28:37 (16:14). – Der TuS Steißlingen steckt weiter in der Krise und konnte auch gegen den HC Neuenbürg 2000 nicht das erhoffte Erfolgserlebnis einfahren. So sind die Hegauer nach der 28:37-Heimniederlage im sechsten Spiel in Serie ohne Punktgewinn.

Dabei war eigentlich alles angerichtet für einen positiven Jahresabschluss, so war der Kader des TuS Steißlingen seit langem wieder einmal breit aufgestellt, außer Kirill Glock waren nahezu alle Spieler bis auf die Langzeitverletzten an Bord. Auch der Beginn der Begegnung war vielversprechend.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Gastgeber stellten eine stabile Abwehr und zwangen die Neuenbürger immer wieder aus dem Rückraum abzuschließen, wobei diese Würfe von Hüter Dominik Walter entschärft wurden. Mit Tempo ging es nach vorne – und nach zwölf Minuten führte der TuS Steißlingen mit 8:3.

Auch eine Auszeit von Neuenbürg brachte den Gastgeber nicht aus dem Konzept, die Hegauer hielten den Vorsprung bis zum 13:8 (23.). Zum Ende der ersten Hälfte schlichen sich jedoch wieder Fehler ins Steißlinger Spiel ein. Die Gäste nutzten dies, um auf 13:12 zu verkürzen. Einholen ließ sich Steißlingen im ersten Durchgang aber nicht mehr, mit 16:14 ging es in die Pause.

Unerklärlicher Einbruch nach der Pause

Auch im zweiten Durchgang hielt Steißlingen zunächst mit, und bis zum 21:21 (39.) verlief die Begegnung ausgeglichen. Nun folgte aber erneut eine katastrophale Phase der Steißlinger. Zwar ging der TuS weiter mit viel Tempo nach vorne, vertändelte dann aber zu einfach die Bälle, was Neuenbürg direkt ausnutzte und selbst im Gegenstoß erfolgreich war.

Zudem agierte Steißlingen nach mehreren fragwürdigen Zeitstrafen Mitte des zweiten Durchgangs in Unterzahl. Innerhalb von nur zehn Minuten zog der HC auf 23:30 davon. Dies war die Vorentscheidung. Am Ende musste sich der TuS Steißlingen aufgrund eines wieder einmal unerklärlichen Einbruchs in Halbzeit zwei mit 28:37 geschlagen geben. Es wird nun sehr schwer, in der Rückrunde das Ruder noch herumzureißen. (mw)

TuS Steißlingen: Seeger, Walter (1) (Tor); Biedermann (1), Bartels, Storz (1), M. Wangler (7/5), Hipp, Rihm (1), Weber, F. Maier (6), Klotz, Gattinger, Faeser (6), Hohlwegler, F. Wangler (4), Müller (1).