2. Bundesliga: TV Emsdetten – HSG Konstanz 26:26 (15:14). – „Auswärtspunkt, Auswärtspunkt“ brüllten die Spieler der HSG Konstanz mit letzter Kraft nach dem hart erkämpften, hochverdienten 26:26 (15:14)-Remis beim TV Emsdetten.

Damit bleibt die HSG weiter einen Punkt vor dem TVE und hat zudem nach dem 24:23-Erfolg im Hinspiel den direkten Vergleich gewonnen. Am Freitag kommt es erstmals seit Oktober 2020 vor Zuschauern in der Schänzlehalle gegen Wilhelmshaven zum nächsten wichtigen Kellerduell.

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Maximilian Wolf hatte den direkten Freiwurf nach Ablauf der Spielzeit von Emsdettens Kapitän Frederic Stüber mit seiner zehnten Parade fest in seinen Pranken vergaben und ließ den Ball gar nicht mehr los. Auch nicht, als Sekunden später die ganze Mannschaft inklusive Auswechselspieler und Cheftrainer Daniel Eblen auf ihn zustürmten und in der Jubeltraube begruben.

Das Remis war ein dickes Ausrufezeichen nach den schwierigen Umständen in den letzten Tagen. Erst am Mittwoch hatte die HSG ihre zweiwöchige Quarantäne verlassen dürfen und sich nach einem Mannschaftstraining direkt auf die weite Fahrt nach Emsdetten begeben. Einen Tag später fühlte sich der Punkt nicht nur deshalb wie ein gewonnener, fast wie ein Sieg an.

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„Wir haben uns alle tierisch gefreut“, berichtete ein aufgewühlter Daniel Eblen. „Die Jungs sind über ihre Grenzen gegangen, vor allem im körperlichen Bereich.“ Sie hatten alles aus sich herausgeholt. Damit dies nach der langen Zwangspause mit optimaler Verteilung der Belastung überhaupt gelang, setzte der Konstanzer Coach geschickt auf viele Wechsel und Spielzeit für alle Akteure.

So wirkte Kapitän Tom Wolf lange gar nicht mit und wurde nur für die Siebenmeter eingewechselt. Diese verwandelte der Spielmacher gewohnt souverän und war am Ende mit zehn Treffern bester Torschütze.

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„Wir sind gelassen genug geblieben. Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment für ihren Einsatz über 60 Minuten aussprechen. Jeder hat seinen Teil beigetragen“, so Eblen. Dennoch hatte die HSG nach 20 Minuten und einigen Fehlern eine schwere Phase zu überstehen. Emsdetten war auf 11:8 davongezogen und konnte diesen Drei-Tore-Vorsprung bis kurz vor der Pause konservieren, ehe die HSG noch auf 14:15 verkürzte.

Nach der Pause konterten die Gäste einen Zwei-Tore-Rückstand und gingen nach über sieben (!) torlosen Minuten auf beiden Seiten mit 22:21 in Front (49.). Die Schlussphase war dann nichts für schwache Nerven. Schließlich traf Patrick Volz 14 Sekunden vor Schluss zum Konstanzer Glück nervenstark vom Siebenmeterpunkt zum 26:26-Endstand.

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Eblen: „Jeder Punkt ist wertvoll für uns. Für uns ist dieser eine Zähler vielleicht wichtiger, als er für Emsdetten ist. Das war Kampf bis zum Umfallen von den Jungs. Die Bereitschaft in den Zweikämpfen war ganz wichtig.“

Nun ist die Vorfreude auf den kommenden Freitag riesengroß, auf das nächste Vier-Punkte-Duell gegen Tabellennachbar Wilhelmshaven und die Fans in der „Schänzle-Hölle“.

HSG Konstanz: M. Wolf (1), Herrmann (Tor); Stotz, Schlaich, Czako, Jaeger (1), Hild (1), T. Wolf (10/5), Dangers (3), Krüger, Beckmann (3), Braun (2), Bornhauser (2), Volz (3/2), Schramm, Knezevic. – Z: 500.