Handball, 2. Bundesliga: HSG Konstanz – Wilhelmshavener HV (Freitag, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle). – Fünf Spiele innerhalb der nächsten zwei Wochen stehen für die HSG noch auf dem Programm. Am Freitag und Mittwoch daheim gegen Wilhelmshaven und Hamm, dann in Gummersbach und am 22. Juni um 19.30 Uhr im neu terminierten Match beim TV Großwallstadt. Der Abschluss findet am 26. Juni vor den eigenen Fans gegen Rimpar statt.

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Darüber, dass die eigenen Anhänger mit FFP2-Masken sowie getestet, geimpft oder genesen nach so langer Zeit pünktlich zum Vier-Punkte-Spiel gegen Wilhelmshaven zurück sind, ist die Freude riesengroß. „Das ist toll, das ist wichtig und kann viel ausmachen“, sagt HSG-Trainer Daniel Eblen glücklich. Zugleich warnt er, dass „es in unsere Köpfe muss, dass die Fans nicht das Spiel für uns gewinnen können. Das müssen wir selbst tun, aber es ist unglaublich schön zu wissen, dass wir eine tolle Rückendeckung haben werden.“

Beim Trainer kribbelt es

Dass auch bei deutlich reduzierter Zuschauerzahl ein richtiger Hexenkessel entstehen kann, war bei den ersten beiden Heimspielen dieser Saison zu sehen. Eblen: „Es kribbelt dann schon vor dem Anpfiff. Jetzt spürt man richtig, was einem all die letzten Monate gefehlt hat.“ Zumal es gegen den WHV, der im Hinspiel knapp mit 33:32 die Oberhand behalten hatte, richtig zu Sache gehen wird. Konstanz muss sich darauf einstellen, dass die zuletzt geschonten Kräfte des Ex-Erstligisten, der nach seiner Insolvenz am Saisonende vier Punkte aberkannt bekommt, am Freitag wieder auflaufen werden.

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In Emsdetten traten die Gelb-Blauen selbst jedoch schon nach nur einem Tag Vorbereitung nach Verlassen der Quarantäne sehr kämpferisch auf. „Wir haben versucht, das zu nutzen, was wir auch ohne Training beeinflussen können“, erklärt Eblen. „Das haben die Jungs stark rübergebracht. Leider sind wir nach so einem Spiel direkt nach der Quarantäne nicht unbeschadet rausgekommen.“ Will heißen: Das was befürchtet wurde, ist leider eingetreten. Die HSG wird in den letzten Spielen mit großen Personal- und Verletzungsproblemen leben müssen. So war auch die Trainingsarbeit in den letzten Tagen ein großer Balanceakt zwischen Aufholen von Defiziten durch die Zwangspause und nicht zu hoher Intensität.

Wilhelmshaven stark im Angriff

Wilhelmshaven rotierte hingegen zuletzt viel und profitiert von einem großen Kader, in dem Ex-Nationalspieler Oliver Köhrmann am Dienstag mit 44 Jahren und nach einigen Jahren Spielpause ein bemerkenswertes Comeback gab. Vor allem von den Angriffsqualitäten des WHV zeigt sich Eblen sehr angetan. „Konitz, Schwolow, Drechsler, Postel, Delic, Sabjlic und Schauer sind Top-Angreifer, die man schwer stoppen kann“, sagt er. „Das wird schwer zu verteidigen.“ Im Hinspiel gelang das vor allem in der zweiten Hälfte nicht besonders gut. 33 Gegentore sollen es dieses Mal nicht werden. In diesem Fall würde ein Sieg reichen, um den bei Punktgleichheit ausschlaggebenden direkten Vergleich für sich zu entscheiden. Eine Handvoll Restkarten sind ab 18.30 Uhr an der Abendkasse oder vorab über tickets@hsgkonstanz.de erhältlich.