Handball, 2. Bundesliga: HSG Konstanz – ThSV Eisenach (Freitag, 20 Uhr, Schänzlehalle). – Es kommt wieder einmal zum Klassiker: Gegen keine Mannschaft hat die HSG Konstanz in jüngerer Vergangenheit öfter gespielt als gegen den ThSV Eisenach. Stets waren die Duelle emotional, meist zudem extrem dramatisch. Am Freitag, 20 Uhr, (ab 19.30 Uhr im kostenlosen Livestream auf www.hsgkonstanz.de/livestream) kommt es zur Neuauflage im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga.

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Und damit zum Duell zweier Clubs, deren Voraussetzungen nicht unterschiedlicher sein könnten. Sowohl die Stadt Eisenach als auch das Land Thüringen, das den ThSV großzügig mit 400 000 Euro in der Corona-Pandemie unterstützt, geben mit ihrer Förderung den nötigen Rückhalt in der für Vereine existenzbedrohenden Lage. Zusätzlich wird eine neue bundesligataugliche Halle für 4000 Zuschauer in Eisenach geplant, die mit 13 Millionen Euro vom Bund und weiteren Mitteln von Land und Stadt realisiert werden soll. Kostenpunkt: über 26 Millionen Euro.

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„Da steckt viel Arbeit dahinter“, bewundert Daniel Eblen die Förderung des ThSV Eisenach. „Die HSG und der ThSV waren eine Zeit lang auf Augenhöhe, mit diesen Mitteln wird das sicher auseinandergehen. Das sind tolle Möglichkeiten, die sich Eisenach erarbeitet hat und ist Anerkennung dafür, dass man die Bevölkerung begeistert, sich um die Kleinen kümmert und vor allem Gemeinsamkeit schafft und zusammen etwas erreicht, wenn ich nur an Spendensammlungen für kranke Kinder denke. Das wird leider nicht überall gewürdigt. Ich zähle den ThSV mit diesen Möglichkeiten in den nächsten Jahren zu den Topadressen in der Liga.“

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Aber auch aktuell schätzt der 46-Jährige den Gegner noch einmal deutlich stärker als in der Hinrunde ein. Damals musste die HSG trotz eines guten Spiels und vier Toren Führung in letzter Sekunde den bitteren K.o.-Schlag zum 28:29 hinnehmen. Ein Jahr zuvor rammte Eisenach der HSG sogar nach einer Sieben-Tore-Führung ebenfalls mit einem Treffer mit der Schlusssirene eine Ein-Tor-Pleite mitten ins Herz. Nach den unglücklichen letzten Auftritten gegen die Thüringer soll nun im zweiten von drei Heimspielen in Folge weiter Boden gut gemacht werden.

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Doch Eisenach konnte den ohnehin schon gut bestückten Kader um die österreichischen Nationalspieler Thomas Eichberger und Daniel Dicker, den Slowaken Martin Potisk, der im Hinspiel ganz groß aufspielte, und die kroatische Flügelzange aus Ante Tokic und Ivan Snajder sowie viele international erfahrene Hochkaräter noch um drei Top-Nachverpflichtungen ergänzen. Daniel Hideg vom Erstligisten Eulen Ludwigshafen, Jannis Schneibel von den Rhein-Neckar Löwen und Peter Walz wurden vor wenigen Wochen unter Vertrag genommen. „Sie sind damit noch einmal auf einem anderen Level“, so Eblen.

Die HSG Konstanz hat allerdings mit einem wichtigen 28:26-Erfolg gegen Aue gezeigt, dass sie über eine charakterstarke Mannschaft verfügt, die sich auch unter Druck mit viel Herz und Leidenschaft befreien kann. Wie vor einer Woche werden Moritz Ebert und Samuel Wendel erneut fehlen, hinter den Einsätzen von Peter Schramm, Patrick Volz und Felix Jaeger steht weiter ein Fragezeichen. So wird es darauf ankommen, dass die junge Mannschaft von Beginn an mit viel Emotion und der nötigen Körpersprache in die Begegnung startet.Aque es dolorest, n