2. Bundesliga: TV Hüttenberg – HSG Konstanz (Mittwoch, 19.30 Uhr, Rittal-Arena Wetzlar). – Mit vier Spielen ohne Niederlage im Rücken und einer bärenstarken Vorstellung beim 31:22-Sieg gegen Lübeck geht die HSG Konstanz in die Englische Woche.

Schon am Mittwoch, 19.30 Uhr, (kostenloser Livestream auf www.hsgkonstanz.de/livestream) steht die nächste schwere Aufgabe beim Ex-Erstligisten TV Hüttenberg auf dem Programm, ehe am Sonntag, 17 Uhr, der TuS Fürstenfeldbruck in die Schänzlehalle kommt.

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Lachend, strahlend, aber zugleich schon wieder fokussiert auf die nächste Etappe auf der Reise zum großen Ziel Klassenerhalt standen die Spieler der HSG Konstanz kurz nach dem Abpfiff beisammen. Die Mannschaft, die da auf dem Platz den Favoriten aus Lübeck überrollt und mit ihrer Spielfreude begeistert hatte, ist nicht vergleichbar mit der vor ein paar Wochen.

Als es nicht lief und vieles schwer von der Hand zu gehen schien. Oder als gegen Dormagen spielerisch vieles passte – aber eine unterirdische Chancenverwertung alles zunichtemachte. Inzwischen hat, so Kapitän Tom Wolf, „jeder seine Rolle gefunden. Jeder ist wichtig. Und gerade die Jungen gehen jetzt die Spiele mit ganz viel Mut an.“

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Trainer Daniel Eblen nickt bei diesen Worten. Die Arbeit der letzten Wochen an der 3:2:1-Variante in der Deckung trägt Früchte und macht die HSG noch unberechenbarer. „Das hat sich über einen längeren Zeitraum angebahnt“, erklärt er. „Mit mehr Zeit konnten wir in die Details gehen und die Regeln wurden immer besser verinnerlicht. Das funktioniert jetzt ordentlich.“

Nun erwartet der 46-Jährige eine interessante Begegnung, wenngleich er ein „ganz anderes Spiel“ als etwa in Hamm, Aue oder gegen Lübeck erwartet. Die Gründe dafür sieht der HSG-Coach im jungen, sehr beweglichen Gegner, der auch über erfahrene Kräfte verfügt.

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Wie Ex-Nationalspieler Stefan Kneer (35) oder den langjährigen Bundesliga-Keeper Nikolai Weber (40), dazu mit Vit Reichl und Dieudonne Mubenzem zwei tschechische Nationalspieler.

Wenn es nun in die entscheidende Phase der Saison geht, blickt Daniel Eblen gleichermaßen optimistisch wie unverkrampft auf die letzten acht Duelle. „Wir versuchen immer zu gewinnen und so gut wie möglich auszusehen“, ist seine Erklärung. „Egal wie wichtig ein Spiel auch sein mag. Wir wollen immer das Maximale haben, deshalb ändert sich jetzt nichts.“

Die Lage im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga

  • Das Restprogramm: Noch acht Spiele hat die HSG Konstanz bis Ende Juni zu absolvieren – ein straffes Programm. Aber längst nicht das straffeste. Die Konkurrenten Emsdetten (drei), Wilhelmshaven (zwei) sowie Hüttenberg (eins) und Ferndorf (drei) haben zusätzliche Nachholspiele auszutragen. Noch reicht die Zeit, doch viele Quarantäne-Pausen dürfen nicht mehr dazwischenkommen, meinte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann jüngst.
  • Die Lage der HSG Konstanz: Nur drei Punkte trennen die HSG Konstanz auf Rang 16 vom Tabellenelften Hamm. Nach aktuellem Stand wäre sie gerettet, da drei Mannschaften aus der 19-er-Liga absteigen müssen. Die Lage ist aber undurchsichtig, denn der Wilhelmshavener HV bekommt am Ende der Saison aufgrund seiner Insolvenz noch vier Punkte abgezogen.
  • Die kommende Saison: Drei Vereine sollen absteigen, zwei aus der 3. Liga in nur wenigen Spielen ermittelte Aufsteiger aufrücken. Das hat zur Folge, dass die 2. Bundesliga in der kommenden Saison durch vier Absteiger aus der 1. Bundesliga auf 20 Clubs anwachsen wird. Zumindest eine Frage ist geklärt: Gummersbach wird nach der Entscheidung der HBL, den 27:25-Sieg des TuS Ferndorf so zu werten, obwohl ein Torschütze nicht auf dem Spielberichtsbogen stand, nicht von einem Sportgericht überprüfen lassen.
  • Das Schreckgespenst: Sollten bis 30. Juni nicht alle Spiele ausgetragen werden können, steht das Schreckgespenst Quotientenregelung im Raum, die jede Menge Sprengkraft birgt. Die Mannschaften, die im Ringen um den Klassenverbleib dann schon gegen die Spitzenteams gespielt haben, wären deutlich im Nachteil. (joa)