2. Handball-Bundesliga: Handball Sport Verein Hamburg – HSG Konstanz (Sonntag, 14 Uhr, Sporthalle Hamburg). – Es herrscht gerade eine sehr diffuse Stimmung. Nicht nur in Konstanz. Aber auch hier und bei der HSG. Nach dem Schock gegen Dresden mit der frühen Roten Karte für Neuzugang Peter Schramm herrscht große Vorfreude auf die nächste Partie in Hamburg. Doch das mulmige Gefühl fährt mit.

Nach mehreren positiven Corona-Fällen war der HSV Hamburg bis Mittwoch in Quarantäne, das erste Saisonspiel gegen Lübbecke musste verlegt werden. Nun gab es einen weiteren positiven Test bei den Hanseaten und weitere Quarantäne für zwei Spieler.

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Sie sollen wohl am Sonntag gegen die HSG Konstanz zum Einsatz kommen können. Um den Hamburgern einen Tag mehr Training zu ermöglichen, stimmten die HSG Konstanz und die HBL der Verlegung der Begegnung von Samstag auf Sonntag zu.

650 Zuschauer sollen trotz des Überschreitens des kritischen Inzidenzwertes von 35 Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100000 Einwohner in Hamburg dennoch zugelassen werden. „Ein mulmiges Gefühl ist beim Blick auf Deutschland, Europa und die Welt schon da“, sagt Daniel Eblen.

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Doch der Konstanzer Cheftrainer konzentriert sich auf seine Aufgaben und das, was er beeinflussen kann. „Wir müssen auf jedes Detail achten und dennoch hat man das Gefühl, dass ein großes Schwert über dem Sport schwebt. Keiner weiß, was kommen kann.“

So war es auch nach einer guten Vorbereitung bis zum ersten Punktspiel nach sieben Monaten Pause. Vorbereitung sei die eine Sache, Wettkampf die andere, macht der 45-Jährige deutlich. „Wir hatten auch hier Berge und Täler dabei, die Berge waren nur besonders hoch.“ Vor allem dem Angriffsspiel hat sich die HSG im Training nach nur 21 Toren gegen Dresden und dem Fehlen der wichtigen Köpfe Peter Schramm und Tim Jud intensiv gewidmet. Die Variabilität und der Spielfluss waren für den HSG-Coach nicht zufriedenstellend. Jeder müsse Torgefahr ausstrahlen und den Kopf frei bekommen, bekräftigt er.

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Kurz vor dem Saisonabbruch im März war in der vergangenen Saison das Gastspiel des HSV am Bodensee geplant, die Halle ausverkauft und die Freude auf eines der Saisonhighlights riesengroß. All das zerplatzte zwei Tage vor dem geplanten Anpfiff endgültig. Nun also das erneute Gastspiel an der Elbe bei einer Topmannschaft, die vor der Pause richtig gut in Fahrt und mit vielen hoffnungsvollen Talenten auf dem Weg nach oben an die erweitere Tabellenspitze war.

„Dieser Handball gefällt mir ausgesprochen gut“, sagt Eblen über das System von Weltmeister Torsten Jansen auf der Trainerbank des HSV, das sich auch durch gutes Kleingruppenspiel der Leistungsträger Leif Tissier, Niklas Weller, Jan Forstbauer und Philipp Bauer auszeichnet sowie deren Stärke im Eins-gegen-Eins. „Die können jede Situation gefährlich machen“, warnt der Konstanzer Übungsleiter und erklärt: „Wir werden auf uns und darauf sehen, dass wir eine Leistungssteigerung hinbekommen.“ Immerhin: Peter Schramm war wieder mit dabei, als es losging Richtung Hamburg und Hotel.

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