3. Liga: SV Kornwestheim – HSG Konstanz 28:29 (10:13). – Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Genau wie erwartet. Umkämpft, emotional, rassig von der ersten Minute an. Überraschenderweise dominierten nicht die beiden stärksten Offensivreihen der Liga, sondern die Torhüter im Verbund mit ihrer Abwehr.

Der Unterschied für HSG-Trainer Jörg Lützelberger: „Wir hatten in kritischen Momenten immer die Nase vorne, Lösungen und passende Antworten. Ein ganz toller Erfolg. Ich bin mega stolz auf die Jungs. Das war heute eine andere Situation und Verantwortung für David Knezevic, Jannes Timm und Joel Mauch.“ Denn neben den drei Langzeitverletzten Carlos Marquis, Christos Erifopoulos und Moritz Ebert fehlte seiner Mannschaft mit Peter Schramm der Leader und erfahrenste Akteur.

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So waren die ganz Jungen gefordert und legten schnell mit 3:1 vor, Jannes Timm erhöhte auf 6:3. Obwohl die HSG Konstanz in der ersten Hälfte überhaupt nicht ihr gefürchtetes Tempospiel aufziehen konnte, wirkte der Auftritt gegen starke Kornwestheimer recht souverän. Fast durchgängig führte sie mit drei oder vier Toren.

So auch, als Joel Mauch 15 Minuten vor Schluss zum 29:26 für seine Farben vollendete. Fünf Minuten später jedoch hatte Kornwestheim in Überzahl zum 21:21 ausgeglichen. Mit kühlem Kopf übernahmen nun Tim Bornhauer, Fynn Beckmann und Niklas Ingenpaß Verantwortung und sorgten dafür, dass die HSG sich genauso schnell wieder auf 28:24 absetzen konnte.

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Als Lukas Köder zweieinhalb Minuten vor der Sirene schließlich auf 29:26 stellte, schien die HSG, zumal danach in Überzahl, am Ziel. Kornwestheim wollte es jedoch noch einmal wissen und hatte im letzten Angriff die Chance zum Ausgleich.

Zu einem Wurf kam es aber nicht, da die Konstanzer Deckung, oftmals im 6:0-System, wieder einmal zur Stelle war. Hatte Maximilian Wolf in der ersten Hälfte noch eine fantastische Leistung gezeigt, so steuerte in der zweiten Leon Grabenstein wichtige Paraden bei.

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„Wir haben es wieder als Team gelöst, egal welche Herausforderungen kommen. Das macht mir ganz viel Spaß“, freute sich der HSG-Coach. Ohne Substanzverlust konnte der 36-Jährige durchwechseln und in den entscheidenden letzten zehn Minuten davon profitieren.

Plötzlich war das Tempospiel über Aron Czako und Matthias Hild wieder da und sorgte für die Entscheidung zu Gunsten der Konstanzer. „Es war das erste Mal, dass uns unsere 6:0-Abwehr ein Spiel gewinnt und nicht die 3:2:1“, bilanzierte Lützelberger, „unser Fahrplan war, dass Kornwestheim mit im Schnitt 35 erzielten Toren gegen uns unter 30 bleibt.“

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Groß ist nun die Vorfreude auf das Topspiel am 1. November um 17 Uhr gegen den Tabellendritten VfL Pfullingen in der Schänzlehalle. Tickets gibt es unter www.hsgkonstanz.de/tickets im Vorverkauf mit zwei Euro Rabatt.

HSG Konstanz: Wolf, Grabenstein (beide Tor); Stotz (1), Czako (4), Hild (4), Mauch (1), Beckmann (4), Braun (1), Bornhauser (3), Timm (1), Wendel, Ingenpaß (4), Köder (3/3), Knezevic (3).