Handball, Oberliga: HSG Konstanz II – TSG Söflingen 36:27 (18:16). – Da dürften sich einige Beobachter überrascht die Augen gerieben haben: Die HSG Konstanz II begeisterte gegen Drittliga-Absteiger TSG Söflingen und riss die 212 Fans beim spektakulären 36:27 (18:10)-Heimsieg mit. Mit 4:0 Punkten kletterte das Team ganz nach oben in der Oberliga-Tabelle.

Eine tolle Momentaufnahme nach einem großen Umbruch vor der Saison. Von der ersten Minute an sprühten die HSG-Talente vor Spielwitz und Spielfreude. Hinten wurde leidenschaftlich und offensiv verteidigt, sodass Keeper Konstantin Pauli die Zuschauer von den Sitzen riss und seinen Mitspielern Sicherheit und Rückhalt für spektakulären Tempohandball bot. 20 Paraden, darunter drei Siebenmeter, durfte sich der 19-Jährige gegen die erfahrenen Schützen des letztjährigen Drittligisten auf die Fahne schreiben.

Im Angriff war es nicht minder spektakulär, was die Gelb-Blauen auf das Parkett legten. Felix Fehrenbach wurde in die Gegenstöße geschickt, Fynn Osann und Sven Iberl vernaschten ihre Gegenspieler im Eins-gegen-Eins, Jens Koester traf am Kreis aus fast unmöglichen Positionen und Jonas Hadlich war der Kopf der Mannschaft, der das Spiel lenkte. Bis er nach einem Foulspiel hart mit dem Kopf auf dem Hallenboden aufschlug und ausgewechselt werden musste. Dafür übernahm der als Trainer vorgesehene Benjamin Schweda.

Kurz: Es war ein Tag, an dem alles zusammenlief. Nach der Pause (18:16) brachen alle Dämme. Hadlich stellte auf 21:16 (34.). Bald danach blieb Söflingen zehn Minuten ohne Tor. Nach 43 Minuten stand es 28:18. „Wir haben sehr gut gespielt“, strahlte Baricelli. „Mir macht das richtig Spaß, wie die Jungs die Abwehr spielen und sich für ihre Trainingsarbeit belohnen. Sie haben verstanden, dass sie keinen Druck haben, sondern einfach spielen sollen.“ (joa)

HSG Konstanz II: Pauli, Moses (Tor); Schweda (3), Fehrenbach (7), Heitvogt (1), Osann (7), Mack (1), Koch (1), Iberl (5), Herbel (4/1), Ulmer, Koester (3), Köble, Hadlich (4), Gleumes. – Z: 212.

Pleite für TuS Steißlingen

TSV Blaustein – TuS Steißlingen 40:29 (17:15). – Den besseren Start ins Spiel erwischte Drittliga-Absteiger Blaustein. Nach fünf Minuten führte der TSV bereits mit 4:1. Der TuS begann nervös und produzierte einige Fehler. Beim 7:3 (12.) mussten die Hegauer bereits ihre erste Auszeit nehmen. Diese zeigte bis zum 11:6 keine Wirkung. Doch dann gelang den Steißlingern ein 5:1-Lauf zum 11:12-Anschlusstreffer. Das lag vor allem daran, dass der TuS in der Abwehr besser ins Spiel fand und seine Chancen jetzt verwandelte. Der TSV agierte Ende der ersten Halbzeit sehr nervös und ließ sich durch die kämpferische Spielführung des Gäste aus der Ruhe bringen. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, bis es mit 17:15 in die Kabine ging.

Nach der Pause ärgerte der TuS den Favoriten bis zum 20:18. Dann fand der TSV jedoch zu alter spielerischer Stärke zurück. Die Hegauer hatten im Angriff keine Mittel mehr. Vor allem das Überzahlspiel war einmal mehr das große Manko. Der TSV lief Gegenstoß um Gegenstoß und konnte sich auf 26:19 absetzen. Vor allem Patrick Rapp war mit zwölf Toren kaum aufzuhalten. Auch eine letzte Auszeit beim 34:24 brachte nicht mehr die erhoffte Wende. Am Ende zeigte Blaustein seine Klasse und überrollte den TuS, der knapp 40 Minuten eine gute Leistung gezeigt hatte. Zu wenig gegen ein Spitzenteam. (es)

TuS Steißlingen: Sieck (5), M. Maier (5), Schmidt (4), Wildöer (3), Storz (3), Weber (2), Martin (2), Euchner (2), Bartels (2), F. Maier (1), Walter, Seeger, Klotz, Bammel. – Z: 400.