Oberliga: TSV Weinsberg – HSG Konstanz II (Freitag, 20.30 Uhr); TSV Zizishausen – HSG Konstanz II (Sonntag, 17 Uhr, Theodor-Eisenlohr-Sporthalle Nürtingen). – Bereits am 28. November hätte das Oberliga-Topspiel der HSG Konstanz II in Weinsberg stattfinden sollen, danach das Derby, doch dann schlug das Corona-Chaos zu.

Weinsberg hatte einen Fall zu beklagen, eine Woche später auch Steißlingen, sodass zwei Partien verlegt werden mussten. Am heutigen Freitag soll es nun im zweiten Versuch zum Duell Erster gegen Vierter kommen, schon am Sonntag muss die Drittliga-Reserve erneut beim TSV Zizishausen ran.

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Wirkliche Entspannung an der Front der Verletzten und Angeschlagenen gibt es nicht. Benjamin Schweda ist zum ständigen Improvisieren gezwungen. Das gelang dem HSG-Trainer allerdings bislang sehr gut. Kurz stand gar eine Pause für die gesamte Oberliga im Raum.

Clubs und Verband entschieden sich nach den Klarstellungen der Landesregierung mehrheitlich für ein Weiterspielen. Weinsberg wird am Freitag zwar keine Zuschauer in die Halle lassen, die Vorfreude ist dennoch groß.

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Die Württemberger sind derzeit das Maß der Dinge in der Oberliga und mussten sich erst einmal geschlagen geben. So weiß der HSG-Coach, dass „uns ein schweres Wochenende bevorsteht. Wir fahren ohne Druck zu diesem Highlightspiel, können völlig befreit, aber voll motiviert aufspielen und das genießen.“

Schon am Sonntag erwartet die Gelb-Blauen in Nürtingen die nächste schwere Aufgabe, beim um den Klassenerhalt kämpfenden TSV Zizishausen. Eine gute Regeneration zwischen den beiden Begegnungen wir daher entscheidend sein.

TuS Steißlingen in der Außenseiterrolle

TVS Baden-Baden – TuS Steißlingen (Samstag, 20 Uhr, Rheintalhalle). – Nach der coronabedingten Absage des Derbys gegen die HSG Konstanz II ist der TuS Steißlingen als Außenseiter zu Gast beim Tabellendritten TVS Baden-Baden. Zuletzt holten die Gastgeber sechs Siege in Folge, auch dem Spitzenteam aus Konstanz ließ der ehemalige Drittligist beim 34:24 keine Chance.

Die Steißlinger haben dagegen eine echte Negativserie vorzuweisen und müssen dringend in die richtige Spur kommen, um sich nicht einen zu großen Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze einzuhandeln. Nach der 35:37-Niederlage gegen Weilstetten hatten die Hegauer, nachdem sich glücklicherweise keine weiteren Corona-Fälle im Team ergaben, ausgiebig Zeit, um sich auf die Mammutaufgabe in Baden-Baden vorzubereiten.

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Gerade die Defensive des TVS überzeugte zuletzt und ist nur schwer zu überwinden. So kassierte Baden-Baden gerade einmal knapp 24 Gegentore pro Spiel. Doch auch der Angriff des Gastgebers hat es in sich, so spielen mit Julian Schlager, Jonas Schuster, Markus Koch und auch Christian Fritz extrem starke Einzelspieler im Rückraum des TVS.

Folglich wird es ein echter Charaktertest für das junge Steißlinger Team, beim starken TVS Baden-Baden dagegen zu halten – und ein Sieg wäre eine Riesen-Überraschung. Der TuS kann trotz der tabellarisch prekären Lage ohne Druck aufspielen und will versuchen, den großen Favoriten möglichst lange zu ärgern. (mw)