TuS Steißlingen – TSV Birkenau 32:26 (17:17)

Verzichten musste TuS-Trainer Dominik Garcia weiterhin auf die verletzten Euchner und Wildöer, zudem konnte Timo Ströhle aufgrund seiner Hochzeit nicht mit von der Partie sein. Der Start gegen den TSV Birkenau geriet holprig. Hinten fand der TuS keinen Zugriff auf die wuchtigen Angriffe der Gäste, vorne vergaben die Steißlinger klare Chancen.

Birkenau wusste dies zu nutzen und setzte sich auf 8:5 (12.) ab. Trainer Garcia zückte die Grüne Karte und versuchte seine Spieler neu einzustellen. Doch dies funktionierte zunächst nicht, der TSV spielte seine Angriff abgezockt aus und erhöhte auf 10:15 (23.). Dann der erste Knackpunkt der Begegnung, als der starke TSV-Spieler Simon Kuch nach einer harten Abwehraktion mit Rot disqualifiziert wurde. Dies nutzte der TuS aus und glich bis zur Pause auf 17:17 aus.

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Walter immer besser im Spiel

Hoch motiviert kam der TuS aus der Kabine. Die Abwehr arbeitete hart und auch Torhüter Dominik Walter kam immer besser ins Spiel. Aus dieser kompakten Defensive schaltete Steißlingen schnell um, und vor allem Linksaußen Florian Wangler lief einen Tempogegenstoß nach dem anderen. Innerhalb von elf Minuten erhöhte Steißlingen so auf 24:18 und ließ die Mindlestalhalle beben. Diesen Vorsprung konnten die Blau-Weißen souverän bis zum Ende der Partie verwalten und wurden anschließend vom Steißlinger Publikum für den 32:26-Sieg gefeiert.

„Wir haben in der zweiten Halbzeit super verteidigt und konnten dadurch einfache Tempogegenstöße laufen. So müssen wir jetzt weitermachen, um am kommenden Sonntag gegen Schwäbisch Gmünd bestehen zu können“, zeigte sich Trainer Garcia zufrieden nach dem Sieg. (mw)

TuS: Walter, Seeger, Bammel (Tor); Biedermann (1), Storz (2), M. Wangler (3), Hipp (1), S. Maier (2), Lindner (1), F. Maier (2), Faeser (4), F. Wangler (12/4), Klotz (4), Glock, Müller.

SV Fellbach – HSG Konstanz II 27:32 (11:15)

Der Start verlief alles andere als wunschgemäß und problemlos für Konstanz. Fellbach ging nach sechs Minuten mit 4:2 in Front. Das Problem der Konstanzer war vor allem die Chancenverwertung. 20 Minuten blieb das Spiel so sehr umkämpft und ausgleichen (9:9). Erst ein 3:0-Lauf kurz vor der Pause sowie ein in einer Auszeit besprochene letzte Angriff mit der Sirene schlug zum 15:11 im Fellbacher Tor ein. Torschütze: Luca Merz.

Merz ein entscheidender Faktor

Der wurfgewaltige Rückraumspieler setzte mit sieben Treffern immer wieder Akzente und war zusammen mit seinem Positionskollegen Lars Michelberger ein entscheidender Faktor im Spiel. Denn auch Michelberger kam mit seiner Wurf- und Sprungkraft aus der zweiten Reihe zu sieben Toren und fegte mit seinen Abschlüssen immer wieder über den Block der Gastgeber hinweg. In schöner Regelmäßigkeit knallte es so im Fellbacher Tor. Eine Schwachstelle, die Trainer Benjamin Schweda sich im Vorfeld gezielt herausgesucht hatte und mit Erfolg bearbeiten ließ.

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„Wir haben“, freute er sich, „die beiden sehr gut in Szene setzen können. Das war sehr gut und hatten wir uns so vorgenommen und trainiert.“ Mit zunehmender Spielzeit stellte sich seine junge Mannschaft zudem immer besser in der Abwehr auf den Gegner ein und kam in Konsequenz daraus besser in das Tempospiel. In den letzten zehn Minuten, als eine schwere Phase nach 40 Minuten und die Aufholjagd des SV Fellbach zum 17:19 gekontert war, feierten mit Youngster Konstantin Pauli im Tor und Nico Koch zwei Spieler ihr Oberliga-Debüt und konnten sich mit Paraden beziehungsweise einem Tor direkt erfolgreich einfügen.

Pascal Mack hatte mit dem Treffer zur 27:20-Führung 13 Minuten vor Schluss die Vorentscheidung besorgt. Als Nico Koch mit seinem ersten Oberliga-Tor auf 32:25 erhöht hatte, begannen die Feierlichkeiten auf Konstanzer Seite. Fellbach konnte dies noch für etwas Ergebniskosmetik nutzen.

Lob von Schweda

Für Trainer Benjamin Schweda verschmerzbar, denn „wir haben uns gut reingekämpft und konnten viel wechseln.“ Die Hereinnahme in den Innenblock von Luca Merz und Jan Stotten war für den 27-Jährigen ein weiterer wichtiger Schachzug. „Ein Lob an die Jungs. 7:1 Punkte sind schon ein Zeichen, dass wir gut in der Liga angekommen sind. Wir werden von Spiel zu Spiel besser. Jetzt freuen wir uns auf das Topspiel.“ Ohne Druck kann die HSG am Samstag, 20 Uhr, als Tabellenführer in der Schänzle-Halle in das Duell mit dem Zweiten TVB Stuttgart gehen.

HSG Konstanz II: Herrmann, Gemeinhardt, Pauli (alle Tor); Mittendorf (1), Michelberger (7), Böhlefeld (3), Mack (1), Stotten (1), Koch (1), Fehrenbach (1/1), Herbel (9/6), Merz (7), Knipp (1), Koester, Lioi, Hadlich.