Handball, Oberliga Baden-Württemberg: HSG Konstanz II – TuS Steißlingen (Mittwoch, 20.30 Uhr, Schänzle-Sporthalle). – Das Derby vor erwartet großer Kulisse gegen Steißlingen bietet neben der Derby-Rivalität aufgrund der Tabellenkonstellation weitere Brisanz. Steißlingen braucht jeden Punkt im Kampf um den Verbleib in der Oberliga, die HSG-Talente wollen an der Tabellenspitze dranbleiben. Es gilt 2G+, Geboosterte benötigen keinen Test.

Das könnte Sie auch interessieren

Nach der ernüchternden Vorstellung gegen Birkenau geht es für die Konstanzer darum, sich zu rehabilitieren und den Anschluss an die beiden ersten Ränge nicht zu verlieren. Gerade recht kommt da das stets emotional geführte Bezirksderby gegen den TuS Steißlingen. In den Reihen der Hegauer spielen mit Maurice Wildöer, Julian Kirschmann, Manuel und Florian Wangler, William Gaus und Marvin Storz gleich sechs Ex-Konstanzer. Bis auf Storz wurden alle in den HSG-Jugendteams in den höchsten Ligen gefördert und weitergebildet, sodass sie zurück bei ihrem Heimatverein als Leistungsträger eine große Rolle beim Steißlinger Aufschwung und in den letzten Jahren vollzogenen Schritt in die Oberliga spielen.

„Das wird schwer. Ein Derby gegen Steißlingen ist immer etwas anderes!“
Benjamin Schweda

Groß ist daher die Vorfreude auf beiden Seiten auf das Wiedersehen am Mittwoch. „Das wird schwer. Ein Derby gegen Steißlingen ist immer etwas anderes“, findet Benjamin Schweda. Der junge Trainer der Gelb-Blauen geht von zwei „top motivierten Teams“ aus, die sich keinen Zentimeter schenken werden. Schweda: „Steißlingen wird sich nach dem Heimsieg am Wochenende und unserer schlechten Vorstellung gegen Birkenau sicher etwas ausrechnen. Das müssen wir von Beginn an unterbinden.“

HSG auf Wiedergutmachung aus

Der Tabellendreizehnte hatte im wichtigen Vier-Punkte-Spiel gegen Zizishausen einen immens wertvollen Erfolg gefeiert, während die Konstanzer heute auf Wiedergutmachung nach der Schlappe gegen Birkenau aus sind. „Dieses Spiel ist Werbung für den Handball im Bezirk“, freut sich Schweda. „Es sind immer heiße Spiele gegen Steißlingen. Da geht es auch nicht darum, wie die Tabellensituation ist. Beide Teams wollen unbedingt gewinnen. Wir verstehen uns untereinander, aber auf dem Spielfeld geht es schon zur Sache. Die Jungs und ich haben absolute Vorfreude.“ Denn der 27-Jährige freut sich, nachdem das Spiel im letzten Jahr aufgrund eines Corona-Falles im Steißlinger Kader verlegt werden musste, trotz des Termins unter der Woche auf eine große Kulisse.

Im letzten Aufeinandertreffen in der stimmungsvollen Schänzle-Hölle behielt die Konstanzer Perspektivmannschaft vor 600 Zuschauern mit 31:28 die Oberhand. „Es wird sicher ein cooles Spiel und wir freuen uns über jeden Fan, der uns anfeuert“, wirbt Schweda für das Duell. Da beide Teams einen schnellen Handball forcieren, können sich die Zuschauer auf einen rassigen, schnellen Schlagabtausch und „60 Minuten Tempohandball“ (Schweda) freuen.