Handball, BGV-Cup: SG BBM Bietigheim – HSG Konstanz (Freitag, 15 Uhr, MHP Arena Ludwigsburg). – Für HSG-Coach Daniel Eblen ist die Partie gegen den Ligakonkurrenten ein willkommener Wettkampf, den er entsprechend nutzen will. Mit den Partien gegen die Erstligisten Balingen (22:24) und Göppingen (35:41) konnte er durchaus zufrieden sein. Bietigheim möchte allerdings nach dem 19:27 gegen Stuttgart und der 24:39-Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen unbedingt einen Sieg in eigener Halle feiern.

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Ohnehin könnten die Ziele der beiden Mannschaften in der kommenden Spielzeit der 2. Liga kaum unterschiedlicher sein. Für Bietigheim geht es alleine um die Rückkehr in die erste Bundesliga, nachdem der Corona-Abbruch den direkten Wiederaufstieg verhindert hatte. Mit neun Siegen aus den letzten zehn Spielen vor dem abrupten Saisonende war Bietigheim die erfolgreichste Mannschaft der Liga und nach verkorkstem Saisonstart auf bestem Wege zum Aufstieg. Letztlich fehlten zwei Punkte. Nun soll, erneut mit Weltmeister Michael Kraus im Kader, das nachgeholt werden, was schon dieses Jahr hätte Realität werden können und sollen.

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Für Konstanz zählt hingegen nur der Klassenerhalt und so wird, so Eblen, die Partie gegen Aufstiegsfavorit Bietigheim „zu einer echten Herausforderung. Die SG hat eine richtig gute Mannschaft, wir wollen uns diesem Niveau anpassen.“ Das gelang zuletzt, je nach Formation, mal besser, mal etwas weniger. Zwar war die Wucht im Angriff von Frisch Auf Göppingen beim letzten Vergleich bemerkenswert, doch 41 Gegentore sind nicht der Anspruch der Gelb-Blauen. Viel zu viele für den Konstanzer Cheftrainer. „Der Fokus ist daher klar“, sagt Eblen, zumal es nun gelte, die wenigen Wettkämpfe, die bis zum Saisonstart bleiben, „bewusst zu spielen und das Bestmögliche mitzunehmen“. Der Rückraum mit Peter Schramm, Fynn Beckmann, der viel an seinem Wurf gearbeitet hat und gegen Bietigheim auf seinen Ex-Club trifft, und David Knezevic hat ihm in dieser Hinsicht schon viel Freude bereitet. Mit den beiden wichtigen Neuzugängen soll nun eine gemeinsame Sprache entwickelt werden, die auch unter Zeitdruck zuverlässig funktioniert.

Intensive Defensivarbeit

Gerade im Defensivbereich wurde dafür zuletzt intensiv gearbeitet. Zu viel ausgeholfen habe sein Team in Göppingen, zu früh die Räume geöffnet, beobachtete der 45-Jährige. Im Duell mit starken Eins-gegen-Eins-Spielern wie dem ehemaligen deutschen Nationalspieler Tim Kneule ein verhängnisvolles Defizit. Es ist die berühmte Balance, die die HSG bis zum 2. Oktober finden möchte, wenn Dresden zum ersten Heimspiel in die „Schänzle-Hölle“ kommt. „Aber“, erklärt Daniel Eblen, „das ist wirklich harte Arbeit. Dafür benötigt es 100 Prozent Hirn im Angriff und in der Abwehr, gepaart mit physischer Energie.“

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