Handball, Oberliga: HC Neuenbürg 2000 – TuS Steißlingen 30:21 (16:11). – Das Spiel begann sehr gut für den TuS Steißlingen. Im Angriff waren die Gäste sehr geduldig. Der Ball wurde bis zuletzt gut zum freien Mitspieler transportiert. Somit wurden die Angriffe zu Beginn immer wieder erfolgreich abgeschlossen. Die Gastgeber machten ihrerseits Fehler. Nach sechs Minuten führte der TuS mit 3:1. Dann folgte allerdings eine hektische Phase.

Partie geprägt von Zeitstrafen

Der HC Neuenbürg schaffte starke fünf Tore in Folge und drehte das Spiel zum 6:3 (11.), bevor der TuS zu einer Auszeit gezwungen war. Dieser Lauf der Gastgeber kam vor allem zustande, da Steißlingen reihenweise Stürmerfoulentscheidungen gegen sich abgepfiffen bekam und der HCN dies durch sein starkes Tempospiel bestrafte.

Steißlingen hatte Mühe, den Faden wiederzufinden. Bis zur 18. Minute setzte Neuenbürg sich bis auf 11:5 ab. Das Spiel war nun auf beiden Seiten geprägt von vielen Zeitstrafen und technischen Fehlern. Bis zur Pause konnte der TuS den Rückstand nicht entscheidend verkürzen. Beim Stand von 16:11 ging es in die Kabine.

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In der zweiten Halbzeit setzte sich dieser Trend zunächst fort. Die Hegauer mussten acht Minuten Unterzahl in Folge verkraften. Der HC Neuenbürg nutzte die Gunst der Stunde und zog auf 19:11 davon. Langsam machte sich bei den Gästen auch etwas der Frust breit. In Situation, in denen doch noch etwas zu holen gewesen wäre, passierten entscheidende Fehler oder es gab eine unglückliche Entscheidung gegen die Gäste.

Aus den Emotionen heraus wurde es dann sogar noch eine hitzige Schlussphase, in der es beinahe zu Handgreiflichkeiten zwischen den beiden Teams gekommen wäre. Das Ergebnis konnten die Hegauer nicht mehr entscheidend verbessern. Über die Zwischenstände von 24:15 und 28:18 mussten sie sich schließlich verdient mit 30:21 geschlagen geben. (es)

Auch Konstanz verliert auswärts

TuS Schutterwald – HSG Konstanz II 33:22 (19:9). – Es war einer jener Tage, an denen bei einer Mannschaft so gut wie nichts zusammenlaufen will, während bei der anderen wirklich alles funktioniert. In Schutterwald stand die HSG Konstanz II von Beginn an auf verlorenem Posten und unterlag deutlich mit 22:33 (9:19).

Konstanz früh unter Druck

Schon nach achteinhalb Minuten ging das Match in eine ganz schlechte Richtung für die etwas ersatzgeschwächten Konstanzer. Tim Heuberger erzielte hier schon das 6:1 für die ebenfalls nicht mit vollem Kader auflaufenden Ortenauer. Die agierten jedoch top motiviert, waren hellwach und warfen im Kampf um den Klassenerhalt alles in die Waagschale. Auf der Gegenseite monierte HSG-Trainer Vitor Baricelli: „Wir waren da, aber wir haben nicht Handball gespielt.“

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So spielte sich Schutterwald schnell in einen Rausch. Konstanz biss sich ohne seine Distanzschützen die Zähne an der sehr aggressiven Deckung aus und vergab zahlreiche Einwurfmöglichkeiten. Besser machte es Schutterwald. Die „spielten ihr Spiel“, erklärte der HSG-Coach. Sein Team improvisierte mit Kai Mittendorf im Angriff und Leon Ulmer aus der dritten Mannschaft in der Deckung, doch wirklich besser wurde es nicht. 19:9 hieß es zur Pause.

In der zweiten Hälfte bekam das Konstanzer Perspektivteam etwas mehr Zugriff. In der Kabine richtete Führungsspieler Pascal Mack deutliche Worte an sein junges Team. Seine Mitspieler bekamen danach mehr Kontrolle über das Spielgeschehen, ließen den Ball im Angriff besser laufen und stabilisierten sich nach einer Umstellung auch in der Deckung. Von einer guten Leistung war die HSG dennoch weit entfernt.

In einer Woche Partie gegen den Tabellenführer

Das Spiel war zwar ausgeglichener als in Hälfte eins, der TuS Schutterwald war aber nie gefährdet. „Schutterwald war top motiviert, musste gewinnen – und hat alles getroffen“, so Baricelli. „Wir haben uns extrem schwer getan und das Tor nicht getroffen.“ Am klaren 33:22-Erfolg der Hausherren waren seine Schützlinge an diesem gebrauchten Tag nicht mehr imstande zu rütteln.

In einer Woche bei Tabellenführer SG Köndringen/Teningen wird es im vorletzten Spiel der Oberliga-Saison nicht einfacher für die Konstanzer Drittliga-Reserve, die sich dort gleichwohl wieder anderes präsentieren möchte, denn „wenn wir dort so spielen wie in Schutterwald, geht das nicht gut aus“, warnt der 25-jährige Brasilianer. (joa)