Herzlichen Glückwunsch, Jörg Goldmann. Der im Bodenseegebiet und darüber hinaus bekannte langjährige Fußballtrainer feiert heute seinen 80. Geburtstag. Er zählte zu den schillernsten Figuren in diesem Metier.

Sein Markenzeichen: Als Sportpädagoge und Fußball-Lehrer stand er für eine attraktive und offensiv ausgerichtete Spielweise. Seine präzisen analytischen Fähigkeiten schätzen Kenner.

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Jörg Goldmann war über den VfV Hildesheim und Arminia Hannover zum West-Regionalligisten Bayer Leverkusen gekommen, wo er bis 1967 sein Sportstudium mitfinanzierte, als Jungprofi von 1963 bis 1965 insgesamt 39 Spiele absolvierte und als Stürmer drei Tore erzielte.

Als er seine Zelte im Süden aufschlug, sammelte Goldmann beim FC Tailfingen und FC 08 Tuttlingen erste Trainerfahrungen in der Schwarzwald-Bodenseeliga. In der Schweiz hatte er beim FC Schaffhausen und dem FC Stäfa den Trainerhut auf.

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In der Bodensee-Region ließen sich sämtliche frühere Oberligisten unter seine Fittiche nehmen. So coachte er die DJK Konstanz in ihrer erfolgreichen Zeit von 1978 bis 1980. Von 1983 bis 1986 führte ihn seine Trainerlaufbahn zum in die Drittklassigkeit aufstrebenden SC Pfullendorf. SCP-Manager Hans-Hermann Krane, sein Freund, Tennis- und Golfpartner, lotste ihn 1992 ein zweites Mal an Bord.

Goldmann erlebte im Linzgau bis 1994 Höhen und Tiefen. Im ersten Jahr lieferten die Pfullendorfer dem späteren Meister SSV Ulm 1846 ein zeitweiliges Kopf-an-Kopf-Rennen, im Folgejahr stieg das Team mit dem bitteren Beigeschmack innerer Zerstrittenheit am letzten Spieltag ab.

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Mehr Fortune hatte Goldmann beim FC Singen 04, den er 1997 bis 1999 in der Oberliga etablierte. Sowohl mit dem SCP 1983 als auch 1999 mit Singen gewann er den Südbadischen Pokal. Weitere Stationen waren FC Radolfzell (Verbandsliga) und zum Karriereende der VfR Engen (Landesliga) in seinem Heimatort.

Jörg Goldmann hat stets einen lockeren Spruch auf den Lippen und konnte sich auch mal über die „Nuckelpinne“, ein älteres, PS-schwächeres Busmodell, auf langen Auswärtsfahrten spaßig ereifern.

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Er gilt als geselliger Typ voller Lebensfreude. Mit ihm haben Sportjournalisten gerne „eine Pfütze“ zur tiefschürfenden Verarbeitung des aktuellen Spielgeschehens getrunken. Auch heute lässt sich der rüstige Fahrensmann auf Sportplätzen hin- und wieder blicken, wie zuletzt beim Pokalmatch zwischen Rielasingen und Pfullendorf. Und er ist immer noch bestens über die Fußballszene informiert.

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