2. Volleyball-Bundesliga: TGM Mainz-Gonsenheim – TSV Mimmenhausen (Samstag, 19 Uhr, Otto-Schott-Gymnasium). – Die Weihnachtspause des TSV Mimmenhausen endet am heutigen Samstag, mit einem Spiel des Tabellenführers beim Vorletzten Mainz-Gonsenheim. „Wir planen erst einmal so. Aber das kann sich jeden Tag ändern“, sagt Christian Pampel. Sollte der 7-Tage-Indidenzwert in Mainz bis zum Spieltag noch auf den Schwellenwert von 200 Infizierten pro 100 000 Einwohner steigen, würde die Partie abgesagt werden müssen. Am Freitag stand der Wert bei 119,6.

Nur der Papierform nach willkommene Aufgabe

Der Papierform nach also eine willkommene sportliche Aufgabe, aus der vierwöchigen, langen Zeit des Müßigganges, guten Essens und Trainings („wir haben ein bisschen trainiert“) nicht gleich mit einem Kracher in die zweite Hälfte der Saison starten zu müssen. Dennoch schaut der Mimmenhauser Spielertrainer mit sehr gemischten Gefühlen auf dieses Duell. Nicht so sehr, weil keiner beim Spitzenreiter so richtig weiß, was für Lücken die volleyballlose Zeit in das sehr erfolgreiche, meisterlich eingespielte Team gerissen hat. Pampel hat Personalsorgen.

Christian Pampel ist besorgt

Zu den Langzeitverletzten Michael Kasprzak und Julis Schrempp kommen nun noch: Jonas Hoffmann hatte sich ja schon im Dezember eine Bänderverletzung am Fuß zugezogen“, zählt er auf, „und Federico Cipollone hat einen Ball an die Finger bekommen.“ Zu allem Übel fällt auch er für längere Zeit aus. Keine guten Nachrichten gleich zu Beginn des neuen Jahres. Der Außenangreifer und der Zuspieler sind nicht irgendwelche, so einfach zu ersetzende Spieler im TSV-Verbund. Hoffmann und Cipollone gehören meist zu den Besten des Tabellenführers. Sie haben ein gerüttelt Maß Anteil am bisherigen Erfolg. Pampels Besorgnis ist deshalb leicht nachvollziehbar.

Jetzt müssen die Ersatzspieler ran

Aber der ehemalige Weltklasse-Volleyballer hat solch wenig erfreuliche Situationen in seiner langen und erfolgreichen Karriere zuhauf erlebt. Deshalb lamentiert er nicht lange. „Das sieht zwar nicht gut aus“, sagt er, „aber wir haben 14 Spieler in der Mannschaft. Jetzt sind die übrigen eben dran.“ Und die wissen, was auf sie zukommt. Kapitän Michael Diwersy hat schon des Öfteren bewiesen, dass er ein „guter Zweitligazuspieler“ (Pampel) ist, und Heiko Schlag war nicht nur in Mühldorf das Zünglein an der Waage beim hart erkämpften 3:2-Erfolg.

Mimmenhausen will Weiße Weste verteidigen

Klar, nicht nur ein Christian Pampel will stets mit der besten Sechs antreten. In seinem speziellen Falle schon alleine deswegen, weil er und der TSV Mimmenhausen mit zwölf Spielen ohne Niederlage ihre Weiße Weste und die Tabellenführung verteidigen wollen. Trotz der personell wenig erfreulichen Lage. „Den Platz haben wir natürlich im Visier, den wollen wir halten.“ Jetzt sei eben der „Zeitpunkt für jene Spieler gekommen, die bisher nicht so zum Zuge gekommen sind. Sie müssen Verantwortung übernehmen“, fügt er an.

Mainz-Gonsenheim besser als sein Tabellenplatz

Ihr Spielertrainer ist sich aber sicher, dass Schlag & Co. sich auf diese Herausforderung freuen, und dass der TSV Mimmenhausen, der sich mit Lars Hammer, Außenangreifer des USC Konstanz, verstärkt hat, „mit der besten Mannschaft am Start ist und in Mainz-Gonsenheim „einen guten Volleyball“ spielen kann. Die Blau-Gelben, die mit Teams im unteren Tabellenbereich so ihre Probleme hatten, wissen aber nicht erst seit dem nur mit Mühe 3:1 gewonnenen Hinspiel: „guter Volleyball“ wird heute notwendig sein.