2. Bundesliga: VfL Gummersbach – HSG Konstanz 28:21 (12:10). – Schon am Dienstag im Nachholspiel beim TV Großwallstadt benötigt die HSG im Fernduell mit Emsdetten mindestens einen Punkt, um sich die Chance auf das Finale daheim zu erhalten. Fürstenfeldbruck und Wilhelmshaven stehen bereits als Absteiger fest.

Die HSG hat den Vorteil, den am Saisonende bei Punktgleichheit entscheidenden direkten Vergleich gegen Emsdetten für sich entschieden zu haben. Dennoch hat man den Klassenerhalt nun nicht mehr in der eigenen Hand, sondern ist auch auf Schützenhilfe von Lübeck am letzten Spieltag angewiesen.

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Für das große Finale hoffen die Konstanzer noch einmal auf die Künste der medizinischen Abteilung und darauf, den einen oder anderen schmerzlich vermissten Akteur fit zu bekommen. In Gummersbach startete die HSG mit David Knezevic und Joel Mauch aus der U23 und stellte den großen Favoriten vor allem mit einer starken Abwehrleistung um Michel Stotz im Zentrum, der zudem mit fünf Toren auch im Angriff hervorstach, erfolgreich vor einige Aufgaben.

Als die HSG nach 18 Minuten durch Markus Dangers in Front ging, rieben sich viele Zuschauer die Augen. Aron Czako erhöhte gar auf 8:6, Joschua Braun auf 9:7. Hätte die HSG sich weniger technische Fehler in der so nicht eingespielten Angriffsformation geleistet und vor allen Dingen ihre vielen klarsten Torchancen genutzt, es wäre viel mehr als ein 10:12-Rückstand zur Halbzeit drin gewesen.

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Doch der Gummersbacher Keeper Matthias Puhle machte mit 18 Paraden und 47 Prozent gehaltenen Würfen die Hoffnungen der Konstanzer zunichte. Stattdessen stellte Gummersbachs Trainer Gudjon Valur Sigurdsson auf eine 5:1-Deckung um und zerstörte damit den Spielaufbau der HSG entscheidend. Gummersbach stellte so einen am Ende nicht mehr gefährdeten Sieg sicher.

„Wir sind recht lange dran geblieben, aber es war schon ein wenig chaotisch auf beiden Seiten“, sagte HSG-Trainer Daniel Eblen. „Wir haben sehr gut gedeckt. Vorne war das Zusammenspiel in einer neuen Formation schwierig, da waren wir zu grün und unvorsichtig.“

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HSG Konstanz: M. Wolf, Haßferter (Tor); Stotz (5), Schlaich (2), Czako (1), Jaeger (2), Hild (1), Dangers (2), Krüger (1), Beckmann, Braun (1), Wendel, Volz, Knezevic (2), Mauch (4).