Olivia Wenk, die 20 Jahre alte Speedspezialistin (Abfahrt, Super G und Super-Kombination) aus Schienen hat die vorzeitig abgebrochene Alpinsaison auf Platz 299 in der Abfahrtsweltrangliste beendet und belegt weltweit in ihrem Jahrgang Platz 27. Somit verbesserte sich die junge Spitzensportstudentin der Wirtschaftswissenschaften an der Uni Konstanz deutlich in ihrer Spezialdisziplin um 97 Plätze weltweit. Dies hatte sie vor allem auch der Vielzahl an Sommertrainingseinheiten in Norwegen und im österreichischen Kaunertal zu verdanken.

Dies wurde von Seiten des Deutschen Skiverbandes mit der Nominierung für drei Europacuprennen im Dezember in Norwegen belohnt. Anschließend holte Wenk kurz vor Weihnachten in ihrem letzten Jugendjahr bei der Deutschen Jugendmeisterschaft Bronze in der Alpinen Kombination (Super G und Slalom). Im Februar wurde sie zudem Deutsche Jugend-Vizemeisterin im Super G und Dritte im Slalom.

Bild: Cornelia und Paul Schmidt

Weitere Teilnahmen an der Norwegischen Jugendmeisterschaftswoche auf der schwierigen Olympiastrecke von Lillehammer, an den Österreichischen Jugendmeisterschaften in Sölden sowie an weiteren Speedrennen in Garmisch, Italien und Skandinavien rundeten die stark verkürzte Saison nach 35 Rennen ab. Geplant waren noch weiter 23 internationale Rennen bis Ende April. Darunter auch die Deutsche Meisterschaft, Speedrennen im französischen Tignes und zum Schluss eine 14-tägige Rennwoche in Norwegen.

Neben dem Europacup gab es einen weiteren DSV-Einsatz als Vorläuferin beim Weltcup in Garmisch, auf einer der schwierigsten Strecken im Damen-Weltcup. Hier konnte Olivia Wenk hinter die Kulissen blicken und ganz nah beim Training und Wettkampf dabei sein. Im Teamhotel des DSV gab es auch interessante Gespräche mit der sportlichen Leitung des Deutsche Skiverbandes.

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Wenk, die sich auch in den anderen Disziplinen verbesserte, hat nach dem abrupten Ende der Saison am 14. März sofort auf die Vorbereitung für die Saison 2020/21 umgestellt. Auf dem Plan stehen ein Fixplatz im Europacup und die Universiade im schweizerischen Luzern. Bereits 2019 war Wenk als Mitglied der Studierenden-Nationalmannschaft als eine von vier Rennläufern bei der Universiade in Russland dabei.

Bis zur Aufhebung der Reisebeschränkungen sind neben Studium und Minijob wöchentlich etwa 15 Stunden Training zu absolvieren, in denen die 20-Jährige an Grundlagenausdauer, Koordination, Geschicklichkeit und Kraft feilt.