2. Volleyball-Bundesliga: TuS Kriftel – TSV Mimmenhausen 1:3 (22:25, 22:25, 25:22, 23:25). – Das Dutzend ist voll beim TSV Mimmenhausen. Als einzige Zweiligamannschaft bleiben die Gelb-Blauen auch nach diesem Wochenende ungeschlagen: Ehe aber das standesgemäße 25:22, 25:22, 22:25 und 25:23 perfekt war, hatte die Sieben von Spielertrainer Christian Pampel, der zum MVP gewählt wurde, erheblich mehr Aufwand zu betreiben, als aufgrund der Tabellenlage im Duell mit dem Tabellenzwölften zu erwarten war.

Ziel: Hinrundenmeister werden

Und weil Karlsruhe in Hammelburg überraschend 0:3 verlor, das Grafinger Spiel in Bliesen abgesagt wurde, steht nun Mimmenhausen wieder an der Tabellenspitze. „Das hat uns in die Karten gespielt“, freut sich Pampel über das erfolgreiche Wochenende. „Wir wollten unbedingt drei Punkte in Kriftel holen.“ Ziel: Hinrundenmeister werden. Denn angesichts der Coronapandemie ist es gut möglich, dass die Saison nach der Halbserie beendet wird.

Mit Michael Diwersy im Zuspiel

Mit Kapitän Michael Diwersy im Zuspiel startete der Gast vom Bodensee in den ersten Satz. Und lag zur ersten Technischen Auszeit „nach einigen Eigenfehlern“ (Pampel) gleich ordentlich zurück (4:8, 13:16), drehte dann aber zum Ende hin den Satz. Beim 21:19 führte Mimmenhausen zum ersten Mal in der Partie – und gab die Führung nicht mehr ab (24:21). Den ersten Satzball verwandelte der TSV prompt.

Heiko Schlag für den verletzten Jonas Hoffmann

Ähnlich verlief der zweite Durchgang. In dem aber fanden die blau-gelben Volleyballer schneller zu ihrem Spiel (5:8, 16:13), obwohl sie ab dem 10:7 auf einen ihrer besten Angreifer verzichten mussten. Jonas Hoffmann verletzte sich am rechten Fuß. Für ihn kam Heiko Schlag. „Er hat gut funktioniert“, lobt Pampel. Und wie zuvor genügte dem TSV ein Satzball – zum 25:22 und 2:0.

Christian Pampel ärgert sich

Aus dem 3:0 wurde aber nichts. „Weil ich falsch aufgestellt hatte“, ärgert sich Spielertrainer Pampel darüber, Schlag weiter auf der Hoffmann-Position spielen zu lassen, statt ihn an die Stelle von Lukas Ott zu beordern. Damit war der schwächere der beiden Angreifer im Verlauf der Rotationen öfters vorn am Netz. Und Kriftel gelang zudem eine Rallye zum 6:1 und 8:2. Der Wechsel auf der Zuspielposition, Federico Cipollone kam, half nicht (6:16, 18:24). Mimmenhausen wehrte zwar vier Satzbälle ab, Kriftel gewann trotzdem 25:22.

Rote Karte für Cipollone

13:10 lag der Gast im vierten Durchgang vorn, da wurde Cipollone mit einer aus TSV-Sicht ungerechten Roten Karte bedacht. Zuvor schon hatte es immer wieder strittige Entscheidungen in einem manchmal „käsigen Spiel“ gegeben. Kriftel schloss auf (12:13). Aber Mimmenhausen, bekannt für starke Nerven, ließ sich nicht vom Weg abbringen. „Die Ballwechsel verliefen relativ ruhig“, erzählt Pampel, der sich darüber freute, dass „die letzten beiden Punkte über die Mitte“ gemacht wurden.

TSV Mimmenhausen: Ott (AA), Streibl (MB), M. Diwersy (Z, Cipollone), Pampel (D), Hoffmann (AA, Schlag), Birkenberg (MB), Müller (L).